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Radevormwald
Familienkreis feiert das 30-jährige Bestehen

Radevormwald. Gegründet worden ist die Gruppe 1985 als "Kreis junger Familien" in der katholischen Gemeinde St. Marien. Heute hat sie 15 Paare. Von Wolfgang Scholl

Unter der Regie des damaligen Kaplans Wolfgang Pütz entstand 1985 bei der damaligen Kirchengemeinde St. Marien ein Kreis junger Familien. Zwar gibt es mit Angelika und Bernd Radermacher nur noch zwei Gründungsmitglieder, viele der 15 Paare sind aber schon mehr als 20 oder 25 Jahre dabei. Zuletzt dazu gestoßen sind 1995 Uschi und Dietmar Skora. Da auch Eltern älter werden, heißt die Gruppe heute Familienkreis.

Die 15 Paare feiern das 30-Jährige am 16. August zuerst in der Messe, die sie musikalisch mit Flöte und Gitarre mitgestalten, und danach im Caritashaus. Ziel war es bei der Gründung, jungen Familien mit Kindern eine Plattform zu geben, auf der sich die Eltern, aber auch die Kinder verstehen und Freundschaften schließen. "Das ist uns gelungen", sagt Ute Krause, weil sich einige der inzwischen erwachsenen Kinder heute noch treffen oder sogar befreundet sind. Krause ist mit ihrer Familie 1988 dazu gestoßen.

Neben der gemeinsamen Freizeitgestaltung stehen besonders auch der Austausch, die Erörterung von Problemen oder die Diskussion über neue Entwicklungen im Mittelpunkt. Gemeinsamer Ring ist die katholische Gemeinde, sagt Georg Kalkum. Als offener Kreis gegründet, haben zahlreiche Familien, die nach Rade gezogen sind, über den Kreis hier Anschluss gefunden. "Immer wieder sind in der Anfangszeit welche dazu gekommen oder haben uns wieder verlassen", sagt Elisabeth Teckentrup, die mit ihrer Familie 1990 ersten Kontakt zur Gruppe hatte und nach einer beruflichen Veränderung seit 1995 dabei ist.

Als wohltuend wird von den Mitgliedern eine gewisse "Nichtverbindlichkeit" geschätzt. Trotzdem haben sich einige Familien im Laufe der Jahre in Gremien der Kirche engagiert. Einmal im Jahr lädt die Gruppe zu einer Vollversammlung ein, dabei wird demokratisch der Jahresablauf, so weit es geht, festlegt. "Wichtig ist, dass nicht eine kleinere Gruppe vorbereitet, sondern sich immer wieder andere verantwortlich fühlen", sagt Michael Teckentrup. So ist die Gruppe, mehr ungewollt, trotzdem in sich geschlossen und gefestigt. "Um anderen, besonders jüngeren Familien, immer wieder Anschluss zu ermöglichen, haben wir in der Gemeinde inzwischen vier Familienkreise", sagt Georg Kalkum, der Mitglied im Familienkreis, aber seit vielen Jahren auch beruflich für St. Marien und Josef tätig ist.

Organisiert hat die Gruppe zum Beispiel schon eine Fastenwoche, lange Jahre gab es eine Weihnachtsbaum-Verkaufsaktion für einen guten Zweck. Dazu kommen zahlreiche Thementage (Paar-Wochenenden, Ausflüge wie zum Melaten-Friedhof nach Köln oder Vortrag über Hospizarbeit). Ein Höhepunkt ist einmal im Jahr ein Candle-Light-Dinner, bei dem die Männer kochen. Auf dem Plan hat die Gruppe im Alter von 50 bis 65 Jahren schon die nahe und fernere Zukunft. "Sport und Musik" ist das Thema eines Wochenendes vom 19. bis 21. Februar 2016 in Münster, Engel stehen am 17. November im Mittelpunkt. Auch weiter will man sich ein- bis zweimal im Monat treffen. "Es ist uns dabei bewusst, dass wir älter werden", sagt Ute Krause. Die Gruppe habe deshalb schon intensiv darüber gesprochen, dass auch die weiter dazugehören werden, die vielleicht eines Tages alleine sind. "Das ist uns sehr wichtig", sagt sie.

Für die Geburtstagsfeier am 16. August gibt es mehrere Vorbereitungsgruppen. Wolfgang Pütz, heute Schulpfarrer in Bornheim, wird die Messe mitgestalten. Die Gruppe hat sich zum Geburtstag einen Tag mit dem vielseitigen Künstler Christoph Gilsbach geschenkt, der im November 2014 zum 15-jährigen Bestehen des Hospizvereins schon einmal in Rade zu Gast war.

Quelle: RP
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