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Nachfolger von Sebastian Schlüter
Gerd Uellenberg führt jetzt die CDU in Radevormwald

Nachfolger von Sebastian Schlüter: Gerd Uellenberg führt jetzt die CDU in Radevormwald
Dietmar Busch, Sebastian Schlüter, Gerhard Völtl, Sandra Viebach, Christoph Schlüter, Dejan Vujinovic vorne Saskia Burgmann, Rolf Schulte, Gerd Uellenberg, Iris Tietz und Ingrid Bartholomäus. FOTO: Flora Treiber
Radevormwald. Das 58-jährige Stadtratsmitglied ist am Dienstagabend zum neuen Stadtverbandsvorsitzenden gewählt worden. Er löst Sebastian Schlüter ab. Die CDU möchte in nächster Zeit die Zahl ihrer Mitglieder steigern. Sie ist seit 2007 rückläufig. Von Flora Treiber und Wolfgang Scholl

Der neue Stadtverbandsvorsitzende der CDU heißt Gerd Uellenberg. Er ist 58 Jahre alt, Regionalverkaufsleiter und seit 1976 Mitglied der CDU. Langjährige Mitglieder der CDU haben ihn nach eigener Aussage dazu motiviert, sich als Stadtverbandsvorsitzender wählen zu lassen. "Viele Parteimitglieder haben in den vergangenen Jahren dafür gesorgt, dass die CDU Rade 70 Jahre alt geworden ist. Dieses Engagement beeindruckt mich, das Amt des Vorsitzenden werde ich mit genauso viel Leidenschaft und Engagement füllen", sagte Uellenberg nach seiner Wahl. Er erhielt 33 von 43 Stimmen (eine Enthaltung).

Die einzelnen Buchstaben seines Nachnamens füllte er Dienstagabend mit Inhalt. "Und einer lebt leidenschaftlich eine neue Berufung - ernsthaft, redlich, gemeinsam." Nach politisch wichtigen Themen muss man in Radevormwald, wenn es nach Gerd Uellenberg geht, nicht suchen. "Momentan ist in der Stadt so viel im Umbruch, dass ich mich zunächst darauf konzentrieren will, die gegebenen Themen konzentriert und zielstrebig abzuarbeiten."

Uellenberg selber sitzt im Stadtentwicklungsausschuss und arbeitet an der Konzeption und Umsetzung der beiden Integrierten Handlungskonzepte (InHK) für die Innenstadt und die Wupperorte mit. Die Stadtentwicklung liegt dem 58-Jährigen sehr am Herzen. "Die kommenden Jahre werden Radevormwald viele Chancen geben", sagt er.

Für die Entwicklung seiner Partei wünscht er sich weitere Mitglieder, denn im November sind die Mitgliederzahlen der CDU Radevormwald auf 149 geschrumpft. 2007 hatte der Stadtverband noch 188 Mitglieder. "Vor zwei Jahren hat bei uns die Luft gebrannt, das macht sich auch bei den Mitgliederzahlen bemerkbar. Ich bin Sebastian Schlüter dankbar, dass er in den vergangenen zwei Jahren wieder Ruhe in die Partei gebracht hat", dankte Uellenberg dem ehemaligen Vorsitzenden. Mit den neuen stellvertretenden Stadtverbandsvorsitzenden Rolf Schulte und Dejan Vujinovic sieht Gerd Uellenberg zwei engagierte Parteimitglieder an seiner Seite.

Nicht nur Sebastian Schlüter trat am Dienstag nach 16 Jahren aus dem Vorstand der CDU Radevormwald zurück, sondern auch Ingrid Bartholomäus, Dietmar Busch, Olaf Jung und Gerhard Völtl.

Während der Vorstandswahlen berichtete der für Radevormwald zuständige Landtagsabgeordnete Jens-Peter Nettekoven von seiner Arbeit im Landtag und ging noch einmal klar auf seine Standpunkt zu populären Themen wie verkaufsoffene Sonntage und Kindertagesstätten ein. Er setzt sich außerdem dafür ein, dass die Polizeipräsenz auch in Rade wieder aufgestockt wird. "Die Bürger fühlen sich unsicher. Ich bin dafür, dass auch nach 16 Uhr Polizeibeamte in Rade vor Ort sind und wieder mehr verdachtsunabhängige Kontrollen durchgeführt werden." Mit dem neuen System der unterstützenden Verwaltungsassistenten in Polizeidienststellen soll es gelingen, dass mehr Polizisten ihre auf der Straße verrichten können, um das Sicherheitsgefühl der Bürger zu erhöhen.

Der Fraktionsvorsitzende Dietmar Busch berichtete, dass man die Arbeit in der Fraktion in den vergangenen beiden Jahren auf mehrere Schultern verteilt habe. Es gebe eine gute Zusammenarbeit mit Bürgermeister Johannes Mans und dem Beigeordneten Frank Nipken. "Die Zusammenarbeit mit den anderen Fraktionen im Stadtrat ist nicht immer einfach", sagt Busch, "es bedarf öfters intensiver Gespräche."

Er habe aber den Eindruck, dass die Stimmung grundlegend gut ist und dass viele viel für die Stadt erreichen wollen. Die beiden Konzepte Wupper und Innenstadt sollen die Stadt nach vorne bringen, zudem investiere man für die Kinder, "auch wenn noch nicht alles fertig ist". Die Schließung der Sparkassen-Filialen sei leider aus rein wirtschaftlichen Gründen unumgänglich gewesen.

Quelle: RP
 
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