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Radevormwald
"Ihr werdet immer die Ersten sein"

Radevormwald: "Ihr werdet immer die Ersten sein"
Bürgermeister Johannes Mans begrüßte im Bürgerhaus Bildungsministerin Sylvia Löhrmann als Ehrengast zum Festakt für die Sekundarschule. FOTO: Schütz Michael
Radevormwald. Mit einem ökumenischen Gottesdienst, einem Festakt im Bürgerhaus und einer Feier auf dem Schulhof der Hermann-straße begann gestern der erste Schultag der neuen Sekundarschule. Ehrengast war Schulministerin Sylvia Löhrmann. Von Wolfgang Scholl

105 Schüler in vier Klassen, 2132 Meter verlegte Kabel und 177 Liter Farbe für vier Klassen- mit vier Differenzierungsräumen und einen Vorbereitungsraum, neun Lehrer, ein Sonderpädagoge und ein Schulsozialarbeiter. Das sind die aktuellen Zahlen der gestern offiziell gestarteten Sekundarschule, berichtete Schulamtsleiter Sönke Eichner, der die Moderation des Festaktes übernahm. Die neue Schule hat ihren Sitz für die kommenden Jahre im Gebäude der Geschwister-Scholl-Schule an der Hermannstraße 21.

"Für alle ist es heute etwas ganz Besonderes", sagte Ehrengast Sylvia Löhrmann als Stellvertretende Ministerpräsidentin und Schulministerin, und in Richtung der Schüler, "viele haben sich für Euch angestrengt, damit Ihr Euch auch anstrengt." Dieser Neuanfang "ist eine Chance, etwas zu wagen". Heute würde jeder Bürger gerne schon zur Entscheidung wissen, was später rauskommt. "Sie wagen etwas", sagte sie. Die Schullandschaft sei in Bewegung. Dazu habe der Schulkonsens im Land im Jahr 2011 beigetragen. In Rade lobte sie den Konsens aus Kommunalpolitik, Verwaltung und Wirtschaft, der zur positiven Entscheidung der Eltern führte.

Rade habe mit den Kooperationspartnern Theodor-Heuss-Gymnasium und Bergisches Berufskolleg in Wermelskirchen "ein zukunftsgerechtes Schulangebot vor Ort". Die Kinder müssten sich heute nicht mehr an der Schule orientieren, sondern die Schule an den Kindern, sagte Löhrmann und lobte das kommissarische Schulleiterteam mit Marcel Schnürer und Sandra Pahl: "Kommissarisch haben beide sehr viel Arbeit reingesteckt, ohne zu wissen, ob sie auch die Schulleitung übernehmen." Wichtig war ihr auch ihr Appell an die Eltern. "Sie haben der Schule einen Vertrauensvorschuss gegeben. Belassen Sie es nicht dabei. Suchen Sie den Austausch mit den Lehrern." Zuvor hatte Bürgermeister Johannes Mans, der sich das Zustandekommen der Sekundarschule als erste Aufgaben gesetzt hatte, die Geschlossenheit der Politik hervorgehoben. Er wünsche sich die Sekundarschule als "Haus und Ort mit Neugier". Die Schule sichere die Zukunftsfähigkeit der Stadt. "Jedem Schüler soll eine individuelle Perspektive geboten werden", sagte der Bürgermeister, der mit Sönke Eichner Marcel Schnürer ein Schild mit den vier Kirchtürmen überreichte. Mans appellierte an alle, auch die Armin-Maiwald-Schule als Förderschule nicht zu vergessen. Deren Rader Konzepte müssten beibehalten und gestützt werden.

Nach diesem offiziellen Teil bat Schulausschussvorsitzender Thomas Lorenz alle Schüler mit einer Rose auf die Bühne. Die mögen sie in sechs Jahren zu ihrem Schulabschluss an der Sekundarschule getrocknet wieder mitbringen. "Ihr seid etwas Besonderes, Ihr werdet immer die Ersten sein", sagte Lorenz, der sich für die Schüler viele Erwachsene als Mentoren, als Unterstützer, wünschte - weil es keine älteren Schüler gibt.

Als Sönke Eichner die Zahl 810 nannte, herrschte Ratlosigkeit. Er löste diese auf: "Der 8.10. ist der erste Ferientag."

Quelle: RP
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