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Radevormwald
Im Jubiläumsjahr 1965 entstand Idee für die Festtage

Radevormwald: Im Jubiläumsjahr 1965 entstand Idee für die Festtage
Rainer Bornewasser (l.), selber mehr als 50 Jahre im Chor, ehrte als Ehrenvorsitzender des MGV Hahnenberg Michael Faubel zu dessen 25-jähriger Mitgliedschaft. FOTO: privat
Radevormwald. Die Hahnenberger Festtage erfreuen sich nicht nur großer Beliebtheit, sondern auch einer langen Tradition. Seit 50 Jahren feiern die beiden in Hahnenberg verankerten Vereine MGV und Feuerwehr alle zwei Jahre das dreitägige Fest. Wie es vor fünf Jahrzehnten dazu kam, weiß heute kaum einer der Aktiven. Von Cristina Segovia-Buendía

Nur das langjährige MGV-Mitglied Rainer Bornewasser erinnert sich noch vage an die Anfänge der beliebten Hahnenberger Festtage im Sommer 1965. Bornewasser, Jahrgang 1946, ist mit seinen 69 Jahren langjähriges Mitglied des Männergesangsvereins Hahnenberg. "Seit 1963 bin ich schon im Chor. Auch mein Vater war ewig lang dabei", berichtet er. "Sommerfeste des MGV habe ich daher auch schon als Kind miterlebt."

Zu den Hahnenberger Festtagen kam es erstmals im Sommer 1965. "Der MGV und die Feuerwehr hatten bis dahin nebeneinander im Ort existiert, doch viele Mitglieder waren auch in beiden Vereinen organisiert", erinnert sich Bornewasser. In den 1960er Jahren kam es in Hahnenberg zum großen Jubiläumsjahr. Wann genau, das weiß Bornewasser nicht mehr. "Ich weiß nur, dass die Feuerwehr vorher ein großes, rundes Jubiläum feierte und kurz danach der MGV."

Aus diesem Jubiläumsjahr in Hahnenberg entstand die Idee zu den Hahnenberger Festtagen. "Es war unser damaliger Vorsitzender Eberhard Nösel, der diese Idee äußerte und die auch kurz darauf umgesetzt wurde", sagt Bornewasser.

Die Zusammenarbeit mit der Löschgruppe Hahnenberg funktionierte einwandfrei. "Nur der Aufwand mit dem Zeltaufbau und Zeltbau, was wir damals noch alles selber stemmten, war zu viel Arbeit, um das Fest jedes Jahr auf die Beine zu stellen", sagt Bornewasser. MGV und Löschgruppe einigten sich auf den Zwei-Jahres-Turnus - bis heute ein erfolgreiches Konzept.

"Ich erinnere mich noch, wie wir früher mit Anfang 20 während der Vorbereitung eine Woche lang auf der Festwiese gecampt haben", erzählt der 69-Jährige und kann sich ein Lachen nicht verkneifen. "Früher mussten wir ja auch noch mit Holzbrettern unterm Zelt arbeiten, weil die Wiese so schief war." Den Zeltmast hoch seien sie geklettert, um die Planen festzubinden. "Das ist ja heute alles undenkbar." Professioneller seien sie mit den Jahren geworden: Mittlerweile übernimmt ein Unternehmen den Zeltaufbau, und die Wiese ist begradigt worden.

Statt wie nun üblich von Freitag bis Sonntag, wurde früher von Samstag bis Montag gefeiert. "Samstag und Sonntag war viel los. Der Montag plätscherte vor sich hin", sagt Bornewasser. Bis die Jugend der Feuerwehr vorschlug, den Montag durch den Freitag zu ersetzen. "Das war auch sofort der Bringer." Seitdem wird freitags mit der Band "Bourbon Street" gerockt, samstags mit der Coverband "Jokebox" getanzt, und sonntags klingt das Fest mit dem Freundschaftssingen aus. Und an diesem Erfolgsrezept wollen die Organisatoren festhalten - wenn es klappt, die nächsten 50 Jahre.

Quelle: RP
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