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Radevormwald
Kolpings-Schützenkette soll wieder gezeigt werden

Radevormwald. Die Überraschung war am Samstagabend gelungen. In einem kleinen, aber schwerem Paket versteckte sich eine Kette, deren Alter nicht zu erkennen war. Die Mitglieder der Kolpingsfamilie Vogelsmühle schienen für einen Moment den Atem anzuhalten. Hildegard Moeselaken, Vorsitzende der Kolpingsfamilie, und Ehemann Herbert Moeselaken, Präses, konnten es kaum fassen, was sie da in Händen hielten. Von Sigrid Hedderich

Der Überbringer Gerhard Hückesfeld klärte auf: Es handle sich hier um die alte Schießkette aus dem kleinen Schützenverein, der einst zum "Gesellenverein Kolping Vogelsmühle" gehörte. "Es ist ein wirklich schönes Stück. Die vielen Plaketten, auf denen die damaligen Schützenkönige verewigt sind, ist schon eine Kostbarkeit", sagte Hildegard Moeselaken. Die Plaketten erzählen die Vereinsgeschichte von 1928 bis 1933. Die Kette lag in den vergangenen Jahren zur sicheren Verwahrung im Tresor des ehemaligen Vorsitzenden der Kolpingsfamilie, Hans Römmler. Dessen beiden Söhne gaben das alte Stück jetzt wieder an die Kolpingsfamilie zurück.

"Wir werden die Kette in Ehren halten und in der Vitrine im Pfarrheim zur Ansicht auslegen", hat sich nun die Vorsitzende vorgenommen. Gerhard Hückesfeld war sichtlich erfreut, dass die Überraschung gelungen war. Er selbst wurde am Samstag zwar nicht geschmückt, wohl aber geehrt. Er trat der Kolpingsfamilie Vogelsmühle vor genau 60 Jahren bei. "Das war damals einfach üblich. Erst waren wir Jugendliche in der katholischen Jugend und später wechselten wir dann automatisch, meist nach der Gesellenprüfung, in die Kolpingsfamilie, die damals noch ausschließlich aus Männern bestand", erzählt er. Über die vielen Jahrzehnte habe er wechselnde Aufgaben innerhalb der großen Gemeinschaft erfüllt.

"Ich schätze, dass ich über 40 Jahre davon im Vorstand gearbeitet habe", sagte der Jubilar. 18 Jahre bekleidete er das Amt des Vorsitzenden und arbeitete auch als Bezirksvorsitzender im Bezirk Oberberg Nord sehr aktiv.

Neben ihm wurden am Samstag auch weitere Mitglieder geehrt. Klaus Libotte und Georg Kulpa sind ebenfalls 60 Jahre Mitglied in der Kolpingsfamilie Vogelsmühle der katholischen Pfarrgemeinde St. Josef Vogelsmühle. Hildegard Moeselaken verlas den Jahresbericht und verrichtete damit eine Aufgabe, die sonst Schriftführer übernehmen. Dieses Amt hatte Dietrich Lunderstädt, der letztes Jahr plötzlich verstorben ist. "Wir haben diese Aufgaben seitdem auf mehrere Mitglieder verteilt und werden es auch weiterhin so halten. Nach einem Schriftführer werden wir erst wieder bei der allgemeinen Vorstandswahl suchen, die wir in der Regel alle drei Jahre durchführen", erklärte die Vorsitzende.

Für das aktuelle Jahr macht sich die Kolpingsfamilie aus den Wupperortschaften wieder für einige Veranstaltungen stark. So plant sie wieder ein Fastenbruch-Essen im Pfarrheim, die Beteiligung am Emmausgang in Beyenburg am Ostermontag sowie die Maibaum-Aufstellung und Maiandacht mit einem Waffelessen.

Quelle: RP
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