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Radevormwald
Lob vom Kreis für die gute Arbeit des DRK Rade

Radevormwald. Im vergangenen Jahr verzeichnete der Radevormwalder Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ein Minus. Unter den Ausgaben von mehr als 52.800 Euro, denen Einnahmen von etwa 37.200 Euro gegenüber stehen, wird allerdings auch die Neuanschaffung eines Fahrzeuges im Wert von knapp 25.000 Euro gelistet. Der DRK-Vorstand zeigte sich bei der Jahresversammlung am Freitag optimistisch, dass es in diesem Jahr anders kommt und die Einnahmen über den Ausgaben liegen werden. Größere Anschaffungen stünden nicht an, höchstens eine neue Haustüre für das DRK-Haus in der Carl-Diem-Straße 7, betonte der Vorsitzende Manfred Kaiser. Das neue Fahrzeug, das im Dezember angeschafft wurde, sei vor kurzem in Betrieb gegangen und unterstütze bei Einsätzen jetzt die beiden vom DRK-Landesverband gestellten Fahrzeuge.

Die Ankunft von Flüchtlingen im Oberbergischen Kreis hatte 2015 große Auswirkungen auf die Arbeit des Radevormwalder DRK. Der Bereitschaftsdienst war 580 Stunden in der Flüchtlingshilfe im Kreis unterwegs. In drei Erstaufnahme-Einrichtungen übernahm das DRK Rade für eine Zeit die Betreuung und Verpflegung der Schutzsuchenden. "Wir haben die Einrichtungen mit Gütern des täglichen Bedarfs versorgt, unter anderem mit 80 Klobürsten", berichtete Manfred Kaiser.

Auch für die geplante Unterkunft in Radevormwald in der Sporthalle Realschule Hermannstraße, die letzten Endes nicht eingerichtet wurde, hatte das DRK Material bereitgestellt. "Da hat die Stadt einen Schnellschuss gemacht. Unsere Sachen haben ein halbes Jahr dort herumgestanden, dann haben wir sie wieder abgeholt", sagte der Vorsitzende. Der Flüchtlingsstrom hatte zur Folge, dass 25 Prozent mehr Kleiderspenden abgegeben wurden. Rolf Braun, der Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes, lobte die Radevormwalder Ehrenamtler: "Wenn ihr Einsatz nicht gewesen wäre, wäre vieles, was im Oberbergischen Kreis bei der Flüchtlingshilfe gut angekommen ist, nicht möglich gewesen."

Dass die Zahl der Blutspender in der Stadt, verglichen mit der des gesamten Bundeslandes, in einem geringen Maße abnahm, führte Braun auf die "tolle Betreuung, Organisation und Verpflegung" bei Spendeterminen zurück. 1070 Freiwillige kamen zur Blutspende, darunter auch immer mehr Menschen mit Migrationshintergrund.

Was die Vorstandsarbeit anbetrifft, geht es weiter wie bisher. Am Freitag wurde der Vorstand um Manfred Kaiser nach vierjähriger Amtszeit erneut gewählt. Erika Grandjean und Heike Spiekerhoff bekamen für 50-jährige Mitgliedschaft die DRK-Ehrennadel. Hans Joachim Blumhoff wurde für 40, Renate Kaiser für 30 Jahre Mitgliederschaft im m Roten Kreuz geehrt. Christine Bengtsson, Ellen Dangschat und Friedel Thiemann sind 20 Jahre dabei, Martin Hackenberg, Heike Seiferth-Lambeck und Kathrin Seiferth-Hedderich feierten ihre zehnjährige Mitgliedschaft.

Für fünf Jahre wurden ausgezeichnet: Gerda Bremicker, Jutta Freymann, Monika Georgi, Angelika Knefel, Doris Schäfer und Petra Tilke.

(rbrt)
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