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Radevormwald
Parc de Châteaubriant unter Kontrolle

Radevormwald: Parc de Châteaubriant unter Kontrolle
Romantisch, idyllisch, naturnah: Im Parc de Châteaubriant mitten in der City lässt es sich gut aushalten, wenn sich nicht gerade vor allem am Wochenende Jugendliche dort lautstark aufhalten. FOTO: wos
Radevormwald. Als Treffpunkt soll der zentrale Platz in der Mitte der Stadt dienen. Doch immer öfters wird der reizvolle Aufenthaltsort vermüllt. Und durch Saufgelage steigt der Lärmpegel. Ordnungsamt und Polizei fahren regelmäßig Streife - mit Erfolg. Von Joachim Rüttgen

Der Parc de Châteaubriant zentral in der Innenstadt gelegen, dient vielen als Ruheort, Begegnungsstätte oder Treffpunkt. Doch immer häufiger kommt es in dem Park zu massiven Vermüllungen, Saufgelage sorgen gerade an Wochenenden für einen steigenden Lärmpegel. Immer mal wieder beschweren sich Bürger auch am Heißen Draht der BM über die teils unerträglichen Zustände.

"Wir müssen intensiv auf den Park schauen, uns mehr um ihn kümmern und die Reinigungsintervalle erhöhen", fordert Bürgermeister Johannes Mans. Jugendliche querbeet durch alle Altersstufen würden den Park vermüllen, Randale gebe es aber wohl weniger. Das bestätigt auch Polizeipressesprecherin Monika Treutler auf Anfrage unserer Redaktion. "Meine Kollegen haben mir bestätigt, dass es in dem Park in den vergangenen Wochen und Monaten schon viel ruhiger geworden sei." Gerade rund um den Pavillon sei die Lage entspannt. Das spiegele sich auch im Einsatzgeschehen wider. So gab es in diesem Jahr "nur" einen Einbruch, aber keinen Einsatz wegen Randale. 2015 rückte die Polizei zu zwei Einsätzen in den Parc de Châteaubriant aus - "einmal wegen Ruhestörung und einmal wegen einer hilflosen Person", berichtete Monika Treutler. Damit sei der Rader Park im Vergleich zu anderen Einsatzorten eher unauffällig. "Trotzdem wird dieser Bereich gerade an Wochenenden intensiv kontrolliert, denn wir wissen, dass die zentrale Lage Jugendliche anlockt", sagt die Polizeisprecherin. Die Streifen seien sehr regelmäßig unterwegs, aber von einem Brennpunkt könne keine Rede sein.

Trotzdem will Bürgermeister Johannes Mans die Augen offen halten, immerhin berge der Park viele dunkle Ecken, das verleite vielleicht noch mehr dazu, zu trinken und alles zu vermüllen. Deshalb sieht der Plan für eine Aufwertung des Areals auch eine lichtfreundlichere Gestaltung vor. "Wir wollen den Bereich hoch attraktiv gestalten, vor allem schön lichtdurchflutet", kündigt Mans an. Außerdem habe er dem Ordnungsamt die Anweisung erteilt, den Park engmaschig zu kontrollieren. Hierbei seien auch Jugendliche bereits angesprochen worden. "Wir versuchen, Konflikte im Dialog zu lösen, denn wir wollen ja gar nicht verhindern, dass der Park Treffpunkt ist und sich im Sommer zum Beispiel Familien dort zum Picknick treffen", sagte Mans. Er wünsche sich einen Ort mit Aufenthaltsqualität.

Das ist auch das Ziel von Jochen Knorz, Leiter des Ordnungsamtes. "Wir müssen den Park im Blick behalten, in enger Kooperation mit der Polizei, die verstärkt Streife fährt", sagte er. Der Park solle auch in Zukunft Treffpunkt sein, aber immer im Rahmen des Sozialverträglichen. "Das bedeutet, dass vor allem die Nachtruhe eingehalten werden muss", sagte er. Knorz bestätigte, dass es durch Saufgelage schon zu Vermüllung gekommen sei und deshalb das Ordnungsamt schon mehrfach vor Ort gewesen sei.

"Bei den Gruppen, die wir dort antreffen, gibt es sehr unterschiedliche Verhaltensmuster: die einen unterhalten sich nur und treffen sich, die anderen saufen und sorgen für Lärm", sagte er. Knorz berichtet von Sofortmaßnahmen, die die Mitarbeiter des Ordnungsamtes ergreifen: Platzverweise wurden bereits gegen einige Jugendliche verhängt, außerdem wurden ihre Personalien festgestellt. "Nutzt das nichts mehr, drohen Verwarn- und Bußgeld und je nach Fehlverhalten auch gegebenenfalls Ordnungswidrigkeitenanzeigen, bei Beschädigungen sogar Strafanzeigen", sagte Knorz.

Er geht davon aus, dass mehr Licht in dem Park abschreckt und hemmt. Während es unter der Woche kaum Auffälligkeiten gibt, gebe es an den Wochenenden schon öfters mal kleinere Zwischenfälle. "Aber noch nie eine Eskalation, dafür einige Diskussionen", sagte er.

Quelle: RP
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