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Radevormwald
Rade hat keine Hochhäuser - trotzdem gibt es Kontrollen

Radevormwald. Das verheerende Unglück mit vielen Toten in London, als die Fassade eines Hochhauses brannte, hat auch bei uns Folgen. In Wuppertal hatte die Stadt in Absprache mit einem Eigentümer ein Haus für brandschutzgefährdet erklärt - mit der Folge, dass die Bewohner ihre Wohnungen verlassen und in Ausweichquartieren unterkommen mussten.

Ordnungsamtsleiter Jochen Knorz hatte am Dienstag im Stadtrat den Mitgliedern allerdings erklärt, dass die Stadt über keine Hochhäuser in dieser Größe verfügt.

Als Hochhäuser gelten in Deutschland Häuser mit einer Höhe von 22 Metern. "Diese Höhen erreichen wir weder in der Nord- noch in der Südstadt", sagt Jörn Ferner, Leiter des Amtes für Bauaufsicht im Rathaus. Man habe in den vergangenen Tagen aber trotzdem alle höheren Häuser in der Stadt einmal bei einer Rundfahrt in Augenschein genommen und sich die Außenfassaden angeschaut. Mit London oder Wuppertal vergleichbare Fassaden habe man nicht gefunden.

Jörn Ferner hat bei einem Treffen aller Leiter von Bauaufsichtsbehörden in NRW erfahren, dass auch zwei- oder dreistöckige Häuser mit dem gefährlichen Material gedämmt sein können. Es sei aber nicht Aufgabe der Bauaufsicht, alle Häuser zu überprüfen. "Es ist eindeutig gesagt worden, dass es Aufgabe des Hauseigentümers ist zu prüfen, ob eine Fassade in Ordnung ist oder nicht", sagt Ferner. Deshalb konzentrierten sich die Bauaufsichtsbehörden auf die höheren Häuser.

Rückfragen bei Jörn Ferner unter Tel.. 02915 606160.

(wos)
 
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