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Radevormwald
Saison-Finale mit der eigenen Theatergruppe

Radevormwald: Saison-Finale mit der eigenen Theatergruppe
Ursula Schweikart, die seit vielen Jahren dabei ist, spielte am Samstag die Rolle der Mamy im Rollstuhl. FOTO: jumo (Archiv)
Radevormwald. Die "MaskeRader" spielten am Samstagabend vor mehr als 200 Besuchern im Bürgerhaus am Schlossmacherplatz. "Die acht Frauen" zogen die Besucher in ihren Bann und sorgten für heitere Spannung. Von Flora Treiber

Während draußen ein Sommertag zu Ende ging, wurde es im Bürgerhaus am Samstagabend winterlich: Die "MaskeRader", die Amateur-Schauspielgruppe des Kulturkreises, führte "Die Acht Frauen" auf. Die Kriminalkomödie von Robert Thomas dreht sich um einen Mord, der über die Weihnachtstage in einem abgelegenen Landhaus passiert.

Der Hausherr Marcel wurde erdolcht, die acht zurückgebliebenen Frauen machen es sich zur Aufgabe, den Mord aufzuklären. Schnell wird ihnen klar, dass der Mörder unter ihnen sein muss. Für dieses Theaterstück hat die "MaskeRader" ein Jahr lang unter der Leitung der Regisseurin Susanna Weber geprobt.

220 Zuschauer kamen am Samstag ins Bürgerhaus. Unter ihnen waren viele aus Radevormwald, aber auch einige aus benachbarten Städten. Die Freundinnen Eva Hans und Gisela Barry waren vor dem ersten Akt gespannt auf die "MaskeRader". "Wir kommen aus Solingen und wissen nicht, was uns erwartet. Wir sind über die Empfehlung eines Freundes hier hingekommen", sagte Barry. Die beiden Freundinnen gehen häufig zusammen ins Theater und lernen gerne neue Amateur-Schauspieler kennen. "Die überraschen uns oft positiv", sagte Eva Hans. Sobald die Lichter im Saal ausgingen und die Bühne im Fokus der Aufmerksamkeit stand, wurde das Publikum leise.

Gabi Nieland hatte in der Rolle der schreckhaften Augustine die Lacher auf ihrer Seite, und auch Ursula Schweikart, die sich als Mamy im Rollstuhl über die Bühne bewegte, schien das Publikum zu begeistern. Alexander Fischer, der einzige Mann auf der Bühne, spielte die Rolle der Madame Chanel sehr überzeugend. Die acht Frauen, die im Landhaus eingeschneit waren, blieben dem Publikum durch markante Charakterzüge im Gedächtnis.

In der Pause grübelte man über den vermeintlichen Mörder. "Es könnte jeder sein", sagte Eva Hans. Sie und Gisela Barry lachten während der Vorstellung viel. "Die Theatergruppe ist wirklich gut, das Stück sehr lustig. Das Publikum ist aufmerksam und scheint die Vorstellung zu genießen", sagte Barry. "Mich erinnert das Stück ein bisschen an einen Hitchcock Film."

Auch Waldemar Klein war begeistert. "Ich habe oft gelacht, die Inszenierung ist absolut gelungen. Ein Arbeitskollege spielt mit, das kann ich mir nicht entgehen lassen", sagte er. Die Schauspieler gingen sichtlich in ihren Rollen auf und erfüllten das Bühnenbild von Silke Olthoff, Utz Karl Maier und Verena Fahrenholz mit Leben. "Die Acht Frauen" beendeten die Spielzeit des Kulturkreises erfolgreich. "Die ,MaskeRader' wollen auch 2016 wieder dabei sein. Das Ende der laufenden Spielzeit ist der Anfang der neuen Spielzeit", sagte Michael Teckentrup, Vorsitzender des Kulturkreises.

Quelle: RP
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