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Radevormwald
Stadtwerke wollen in den E-Mobil-Markt einsteigen

Radevormwald: Stadtwerke wollen in den E-Mobil-Markt einsteigen
Elektromobilität ist auch für die Stadtwerke Radevormwald ein Thema. FOTO: dpa, Jan Woitas
Radevormwald. Gas, Wasser, Strom für den Privathaushalt und das Gewerbe - das sind die Schwerpunkte der Stadtwerke Radevormwald (SWR.). Verbunden ist das Unternehmen zudem mit dem Freizeit-Center "life-ness". Jetzt strebt SWR. auch den Einstieg in das Elektromobil-Geschäft an. Von Wolfgang Scholl

Wann das sein wird, darauf will sich Geschäftsführer Thomas Behler noch nicht genau festlegen lassen. "Es wird deutlich vor 2020 sein", sagt er und erklärt auf Nachfrage, dass dies durchaus schon im kommenden Jahr sein könne. In der Sitzung des Bauausschusses am Donnerstag eröffnete er diese Pläne erstmals öffentlich.

Dabei gehe es nicht um eine Marketingaktion, bei der eine E-Tankstelle wie am Hohenfuhrplatz aufgestellt wird, sondern um den Einstieg in das zu erwartende große Geschäft mit Pkw mit Elektro-Antrieb. Noch schätzt Behler die Zahl der Elektrofahrzeuge, die in Radevormwald zugelassen sind, auf unter zehn. Das könne sich aber schnell ändern. Spätestens 2020 rechnet der SWR.-Geschäftsführer mit verstärkten Verkehrszahlen mit E-Mobilen, weil die Schadstoffverringerung gefordert wird, die Fahrzeuge auch noch leise fahren und der Strom aus regenerativer Energie genutzt werden kann. "Die Batterien der zweiten Generation sind stark verbessert, 350 oder sogar seit kurzem 500 Kilometer Fahrleistung sind bald keine Seltenheit mehr. Auch die Preise für die Fahrzeuge sind rückläufig", sagt Behler.

Hinzu komme, dass es Normal- und Schnell-Ladestationen (an Autobahnen, bisher etwa 20 Minuten auf 80 bis 90 Prozent Aufladung) gebe und Experten herausgefunden haben, dass sich der Verkehr der meisten Fahrzeughalter in der Region abspiele. Er schätzt, dass das Tanken mit Strom etwa ein Drittel so viel kosten wird wie bei Benzin. Ein an das Netz angeschlossenes Fahrzeug könne im Idealfall sogar in Spitzenzeiten Strom abgeben und später die Batterie wieder aufladen.

In diesem Markt will Behler möglichst früh den Fuß in der Türe zu dem neuen Markt haben, der sich durchaus schnell entwickeln könne. So denkt Behler zum Beispiel an eine Teilnahme an einem bundesweiten Bezahlmodell, so dass jeder E-Fahrer überall Strom tanken kann. Erste Gespräche mit einem großen Verbund seien geführt. Tankstellen könne es zum Beispiel auf Parkplätzen von Lebensmittelgeschäften oder großen Wohnanlagen geben, oder an "intelligenten" Laternenmasten. Privat- oder Geschäftsleute können auch mit eigenem Hausanschluss die Batterien auffüllen. "Daraus können sich weitere Geschäftsfelder für uns ergeben", sagt Behler, ohne derzeit in die Einzelheiten gehen zu wollen.

Quelle: RP
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