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Radevormwald
Weniger Übernachtungen im Bergischen Land bis Juli

Radevormwald. Die Übernachtungszahlen, die vom statistischen Landesamt IT.NRW für die Region Bergisches Land zusammengefasst werden, sind im ersten Halbjahr um 3,9 Prozent gesunken. "Leider liegt bisher nur eine Gesamtzahl für den Oberbergischen Kreis, den Rheinisch-Bergischen Kreis und Leverkusen vor. Eine differenzierte Auswertung der Kreise und Kommunen erhalten wir erst im Laufe der kommenden Woche", sagt Mathias Derlin, Geschäftsführer der Naturarena.

Dennoch sei bereits in den Monaten Januar bis Mai, für die konkrete Zahlen vorliegen, ein Trend er-kennbar gewesen. Danach liegen die Rückgänge fast ausschließlich im Oberbergischen Kreis. Der Rheinisch-Bergische Kreis bleibt fast unverändert bei seinem guten Vorjahresergebnis.

Auffällig ist, dass die Hotelübernachtungen in den ersten fünf Monaten im Bergischen insgesamt sogar um 1,1 Prozent leicht zulegten. "Der Rückgang ist fast ausschließlich im Bereich der Erholungs- und Schulungshäuser sowie Jugendherbergen entstanden. Allein im Oberbergischen Kreis gab es 2016 zum Vergleichszeitraum des Vorjahres 500 Betten weniger. Dabei handelt es sich zum allergrößten Teil um Betten in solchen Gruppenhäusern. Viele dieser Häuser werden zeitweise oder dauerhaft zur Unterbrin-gung von Flüchtlingen genutzt und tauchen daher in der Beherbergungsstatistik nicht mehr auf", betont Derlin.

Im ersten Halbjahr hatten fast alle ländlichen Regionen im südlichen NRW Einbrüche bei den Übernachtungszahlen. Auch die Großstadt Köln weist ein Minus von 2,9 Prozent auf. "Hierdurch bleiben natürlich auch einige Überlaufeffekte in die Region aus, die sonst vor allem in den an die Domstadt angrenzenden Gemeinden spürbar sind", erklärt Derlin.

(rue)
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