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Heiligenhaus
Band Claymore zieht nach Jahren Pause wieder die Schottenröcke an

Heiligenhaus. Ihre Heimspiele in der Kant-Aula sind legendär: Ob mit Schiff samt Kanonenrohr oder in schottisch-anmutender Landschaft mit echtem Rollrasen, die Jungs von Claymore beherrschen auf der Bühne nicht nur musikalisch die ganz große Show. Jetzt haben sie ihre Bühnen-Schottenröcke wieder aus den Schränken gesucht und den Staub von sechs Jahren abgeklopft, denn gestern gab es in Kettwig das offizielle "Comeback-Konzert". Von Henry Kreilmann

Mit Volker Sauer, Hans Homann, Andreas Eisenkopf, Tim Lethen, Gerald Schmiechen und Carel Ooms ist die komplette Stammbesetzung wieder mit an Bord, neu dabei sind Christian Johne an der Gitarre und Florian Sauer an den Drums. Letzterem haben die zahlreichen Fans nun "Claymore 2.0" zu verdanken: "Ich bin vor zwei Jahren vom Studium zurück in die Heimat gekommen und irgendwie hat mich Claymore nicht los gelassen", erzählt der Sohn des Sängers. "Christian Johne und ich sind mit der Musik der Band groß geworden und ich hab' einfach mal gefragt 'Jungs, wie sieht's aus, sollen wir?' und ihre Antwort war eindeutig. Sogar Tim, der Mann am Dudelsack, der etwas weiter weg wohnt, ist bei den Proben am Wochenende dabei."

Bei den Proben werden dabei zurzeit voranging die bekannten Songs geübt, ein "Claymore Best-Of", nennt Sauer das, und verrät, dass neue Stücke durchaus schon in den Startlöchern stünden. Die Schottenrocker starten wieder durch und haben Pläne. Das Wiederbelebungs-Konzertwochende startete gestern mit einem Konzert beim Kettwiger Herbstcup der Ruderer, die Karten dafür waren innerhalb von zwei Tagen ausverkauft. Wer das verpasst hat, der kann die Band heute Abend, 20 Uhr, in der Solinger Cobra noch einmal erleben, noch gibt es Karten.

"Die Resonanz bei unseren Fans war unglaublich toll, unsere Facebook-Seite, die wir im Februar gestartet haben, hatte innerhalb von 10 Minuten etliche Likes und jeden Tag kommen neue dazu. Es gibt sogar Fans die extra aus Bremen anreisen." Die Rückkehr auf die Bühne sei der richtige Schritt. Die Nachwuchsfrage am Drumset, sowie die Erkrankung des Gitarristen Hans Homann sorgten für eine Pause. Einfach ersetzen, das kam für die Claymore-Familie aber nicht in Frage. "Claymore ohne Hans, das geht nicht", sagte Volker Sauer 2011 gegenüber der RP. Und so ist Homann auch wieder dabei und teilt sich die Gitarrenparts mit Christian Johne.

Die Reaktivierung der Band dürfte auch ganz im Sinne von Bandgründer Robert "Bobby" Butts sein, der 1999 verstarb und dessen Wunsch es damals war, dass die Band weiter macht. Und so ganz ohne Musik können die Musiker ja ohnehin nicht. Einige von ihnen standen in den vergangenen Jahren mit der Band "Hey Joe" auf die Bühne. Jetzt geht's weiter. "Wir wollen zurück zu den Ursprüngen der Band", kündigt Sauer Jr. an.

Quelle: RP
 
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