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Heiligenhaus
Brücke Hofermühle: Anwohner beklagen erneut Mängel

Heiligenhaus: Brücke Hofermühle: Anwohner beklagen erneut Mängel
Die Brücke über die Kalkbahn ist ein Sanierungsfall. Ein Problem bleibt der Schwerlastverkehr. FOTO: D. Janicki
Heiligenhaus. Seit einigen Wochen leben die direkten Anwohner in Hofermühle nun mit der nur einspurig befahrbaren Brücke über die Kalkbahn. Das Fazit fällt in Teilen sogar positiv aus. "Es ist durch die Verkehrsbeschränkung auf der Brücke und die installierte Ampelanlage in Hofermühle ruhiger geworden", erklären die Anwohner. Das hätten sie eigentlich kaum zu hoffen gewagt. Auch der von manchen Politikern befürchtete Verkehrsstau sei ausgeblieben, denn selbst in den Stoßzeiten brauchen Autofahrer maximal zwei Ampelphasen, um die Brücke zu queren.

An der Mündung der Ratinger Straße/Schöllersfeld in die Meiersberger Straße ist nach Beobachtungen der Anwohner der morgendliche Rückstau verschwunden. "Nicht zuletzt kommen auch wir besser zur Arbeit, können die Straße zu Fuß etwas gefahrloser überqueren, und der Verkehrslärm hat ein wenig nachgelassen."

Grundsätzlich habe die Ampelanlage also einige Verbesserungen an der stark befahrenen Ratinger Straße gebracht. Doch es gibt aus Sicht der Anwohner auch Mängel. Bei der baulichen Verengung auf der Brücke sei an Fahrradfahrer und Fußgänger überhaupt nicht gedacht worden. Hier sollte man umgehend nachbessern.

Weiteres Problem: der Schwerlastverkehr. In Richtung Homberg bergab fahrende Lkw wichen oft auf den ohnehin sehr schmalen Gehweg aus, weil vor der Ampel wartende Lkw nah am Mittelstreifen stehen, so die Anwohner. Trotz Notschaltung für Feuerwehr und Krankenwagen entstünden an der Ampelanlage gefährliche Situationen durch unaufmerksame bis ignorante Autofahrer, die Martinshorn und Blaulicht einfach nicht beachteten.

Die alte Brücke soll auf Wunsch der Stadt Heiligenhaus unbedingt bis zur Fertigstellung der A 44 durchhalten. "Warum wird die Brücke dann nicht abgelastet und für Schwerlastverkehr grundsätzlich gesperrt, wenn sie doch so baufällig ist?", fragen sich die Anwohner. Und auch, warum nicht wenigstens die Fahrbahn vor dem Bau der Verengung durch eine Asphaltdecke abgedichtet und das Brückenbauwerk vor weiteren Schädigungen geschützt wurde. Grundsätzlich fragen sich die Anwohner, warum in Hofermühle ein neues, teures Brückenbauwerk entstehen soll, das den Verkehr dann einfach nur schneller zum Stau auf der Meiersberger Straße beziehungsweise in Homberg führt? Und warum müsse die Ratinger Straße durch eine mögliche Verbreiterung und Begradigung der ersten Kurve unbedingt für den Schwerlastverkehr ausgebaut werden? Davon solle doch eigentlich der Ausbau der A 44 entlasten?

"Obwohl fleißig über unsere Grundstücke spekuliert wird, hat es bis heute niemand für nötig gehalten, auch nur einmal mit uns zu reden. Weiterhin betreten Mitarbeiter, wahrscheinlich von Stadt und Straßen.NRW, unangemeldet unsere Grundstücke, um zu messen und zu prüfen. Für uns entsteht dadurch ein Gefühl von Unsicherheit und Angst", beklagen die Bürger.

(jun)
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