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Ratingen
Bürger unterschreiben für die Westbahn

Ratingen. Politik, Wirtschaft und Verwaltung drücken bei diesem Thema buchstäblich aufs Tempo: Unter dem Titel "Dynamik zwischen Rhein und Ruhr - neue Potenziale für den SPNV auf der Ratinger Weststrecke" trafen sich jetzt Vertreter der Städte Ratingen, Duisburg und Düsseldorf (die RP berichtete bereits). Dabei wurde eine Absichtserklärung ("Wedauer Erklärung") unterzeichnet, in der bekräftigt wird, dass gemeinsam an einer städtebaulichen Entwicklung entlang der Schiene Düsseldorf, Ratingen, Duisburg gearbeitet werden soll.

Mit der "Wedauer Erklärung" wollen die beteiligten Städte Einigkeit zeigen und den Druck auf die Landesregierung erhöhen. In der Theorie lassen sich die 42 Schienenkilometer von Düsseldorf über Tiefenbroich, Ratingen West und Lintorf bis zum Duisburger Hauptbahnhof in 31 Minuten zurücklegen.

Eine erfreuliche Perspektive angesichts der oft stundenlangen Autostaus rings um Ratingen. 40.000 Menschen könnten sofort von der Ratinger Westbahn profitieren. Die Firmen und Gewerbegebiete links wie rechts der Trasse bekämen ebenfalls eine starke Schubhilfe. Ratingen-Pendler zwischen Köln und Duisburg könnten zukünftig komplett aufs Auto verzichten. So sieht jedenfalls die deutliche Vision aus, die Vertreter von Wirtschaft, Politik und Verbänden bei einer Testfahrt skizziert haben.

Ratinger Bürger hatten sich zu einem Austausch mit dem Dezernenten Jochen Kral getroffen und beschlossen, den Wunsch der Ratinger nach der Reaktivierung dieser Bahnverbindung durch das Sammeln von Unterschriften Ausdruck zu dokumentieren.

Die Ratinger SPD-Landtagsabgeordnete Elisabeth Müller-Witt und Jutta Wevers hatten sich bereit erklärt, die weiteren erforderlichen Schritte einzuleiten. Aktuell liegen die Unterschriftenlisten in Lintorfer Geschäften aus.

(kle)
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