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Ratingen
Düsseldorfer Platz wird noch später fertig

Ratingen: Düsseldorfer Platz wird noch später fertig
An der Haltestelle Weststraße wird die neue Linie U 72 (Wehrhahnlinie) halten, bis der Düsseldorfer Platz ausgebaut ist. FOTO: Achim Blazy
Ratingen. Wenn die Wehrhahnlinie im Februar an den Start geht, werden die Züge bereits an der Weststraße enden. Von Karl Ritter

Der eine oder andere Pessimist soll schon gemutmaßt haben, dass die Wehrhahnlinie zu ihrem Start im Februar 2016 nicht bis nach Ratingen fahren wird, die Dumeklemmerstadt also quasi abgekoppelt werde vom Straßenbahnnetz. Denn am Düsseldorfer Platz haben die Umbaumaßnahmen immer noch nicht begonnen. Die sind aber zwingend notwendig für die neue Linie. Baudezernent Jochen Kral gibt aber zumindest teilweise Entwarnung: "Die Wehrhahnlinie wird bis nach Ratingen fahren, aber zur Eröffnung an einem Provisorium ihre Endhaltestelle haben." Und das wird die Haltestelle "Weststraße" an der Kreuzung Europaring/ Dürerring werden. Doch selbst dafür sind die Vorbereitungen noch nicht getroffen: Denn damit die Züge dort in einer Art Kopfbahnhof halten können, müssen Weichen gelegt werden. Den Busbahnhof in Mitte werden die Bahnen werden der mehrmonatigen Bauphase nicht anfahren können. Das war allerdings von vornerein so geplant, da eine Nutzung wegen der kompletten Umverlegung des Schienenstrangs nicht möglich ist.

Dass sich das Projekt Düsseldorfer Platz noch weiter verzögert, liegt daran, dass die aufgrund der angedrohten Normenkontrollklage eines Anliegers Veränderungen der Planungen vorgenommen werden mussten. "Wir haben als Stadt in unserem Bereich nachverhandelt und mit unseren Änderungen auch die Zustimmung des Beschwerdeführers bekommen", so Kral im Gespräch mit unserer Redaktion. Allerdings fehlt noch die Unterschrift unter dem entsprechenden Papier: "Informell haben wir uns verständigt, aber formal eben noch nicht." Das dem so ist, läge aber nicht an der Stadt, so der Baudezernent: "Es gibt noch Klärungsbedarf mit der Rheinbahn für den Hauseigentümer. Ich versuche, dass es dort zu einer möglichst schnellen Einigung kommt, damit wir endlich anfangen können", erklärt Jochen Kral: "Ich stehe mit beiden Seiten in Kontakt." Denn eins ist klar, so lange nicht alle Beschwerdegründe zur Zufriedenheit aller Beteiligten gelöst sind, wird es auch keine Unterschrift des Klägers geben.

Die Stadt ihrerseits hat den Forderungen des Anliegers entsprochen. So wird es - was auch der Rat bereits beschlossen hat - für den Pavillon auf dem Düsseldorfer Platz keine Außengastronomie geben. Anwohner hatten hier eine erhebliche Lärmbelästigung befürchtet. Ein weiterer Knackpunkt war die Verkehrsführung für die Anlieger des Düsseldorfer Platzes: "Das war in der Ursprungsplanung sicher nicht optimal gelöst. Da haben wir nachgebessert", erläutert der Baudezernent. Künftig wird die Zufahrt wie bisher auch von der Düsseldorfer Straße möglich sein. Ab wann die Bagger aber rollen werden? Das hängt nach Angaben aus dem Rathaus davon ab, wann die letzten strittigen Fragen zwischen Kläger und Rheinbahn vom Tisch sind. Kral jedenfalls ist optimistisch, auch wenn der eigentliche Zeitplan schon lange nicht mehr zu halten ist: "In diesem Jahr starten wir auf jeden Fall noch mit den Bauarbeiten."

Quelle: RP
 
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