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Ratingen
Ehrenamt ist für Bürger Ehrensache

Ratingen: Ehrenamt ist für Bürger Ehrensache
Die Organisatoren freuen sich schon auf die nächste Meile des Ehrenamtes, die am Samstag, 24. September, im Schatten von St. Peter und Paul stattfinden wird. FOTO: Dietrich Janicki
Ratingen. Mit einer neuen Woche des bürgerschaftlichen Engagements will man Konzepte vorstellen und neue Helfer gewinnen. Von Valeska von Dolega

Damit das forsch formulierte "Wir schaffen das!" kein Lippenbekenntnis bleibt, braucht es ehrenamtliches Engagement. Nach aktuellen Zahlen sind bereits 43,6 Prozent der Ratinger als Ehrenamtler im Einsatz. Um sie zu stärken, aber auch, um weitere Mitmacher zu gewinnen, findet jetzt die elfte Woche des bürgerschaftlichen Engagements statt.

"Ehrenamt bewegt" ist die Veranstaltung, die Freitag, 16. September, mit einer Saft- und Cocktaillounge zum Ideenaustausch beginnt, überschrieben. Federführend von der Freiwilligenbörse sowie dem Kompetenzteam und der Dumeklemmer Stiftung organisiert, soll es eine "grundsätzliche und offene Präsentation sein und darüber informieren, was Ehrenamt in der Stadt alles kann und leistet", beschreibt Ina Bisani von der Dumeklemmer-Stiftung das "geballte Angebot". Erstmalig gibt es zum Höhepunkt der knapp eine Woche dauernden Bürgerwoche anlässlich der Ehrenamtsmeile am Samstag, 24. September, am Kirchplatz eine Bühne. Zu ihr wird für die erwarteten Vereine, Organisationen und Verbände mit ihren Repräsentanten ein roter Teppich gerollt - als kleines Zeichen der Anerkennung, wie das Organisationsteam sagt. Außerdem ist anlässlich des Veranstaltungsmarathons ein Ehrenamtsbeutel designt worden. 500 Exemplare werden nun kostenlos abgegeben.

"Wir leben in bewegten Zeiten", weiß nicht nur Erhard Raßloff, Kompetenzteam-Sprecher. "Viele wollen sich einbringen", ergänzt Birgitt Ettrich, seit sieben Jahren Mitglied der Freiwilligenbörse und seit Vereinsgründung in diesem Jahr in dessen Vorstand. Waren es im ersten Halbjahr 2015 38 Neulinge, die helfen wollten, vervielfachte sich die Zahl im zweiten Halbjahr auf 168 Menschen. "Wir versuchen, immer passgenau zu vermitteln", erklärt Birgit Ettrich. "Die Qualifizierung ist uns wichtig. Sie gibt Ehrenamtlichen Sicherheit, sich vernünftig in einem definierten Rahmen zu engagieren", ergänzt Ina Bisani von der Dumeklemmer-Stiftung. Zum Auftakt (Freitag, 16. September) soll es "querfeldein durch die bunte Welt des Helfens" gehen, Weitreichend und facettenreich reicht das Ehrenamt von der derzeit allgegenwärtigen Arbeit mit Flüchtlingen über Mentoring oder Handwerkliches in Einrichtungen (Beispiel Nähwerkstatt). Weil alle Theorie bloß grau ist, Praxisberichte aber interessant sind, berichten außerdem zwei Ausbildungspaten über ihre Einsätze. In vier Kurzfilmen plaudern weitere Engagierte aus dem Nähkästchen. Wie sich Jugendliche fürs Helfen finden lassen oder wie sie sich einbringen, darüber berichtet in dieser Diskussionsrunde Theresa Dietz aus dem Jugendrat. Auch Sport als integratives Element soll debattiert werden. Auf diesen Auftakt folgt Samstag, 17. September, das kostenfreie VHS-Seminar "Satzungsrecht". Eine "folgerichtige Ergänzung" zum Workshop "Steuerwesen in Vereinen" aus dem vergangenen Jahr, wie VHS-Frau Alexandra Fuhr sagt. "80 Prozent der Menschen, die zu uns in die Sprechstunde kommen, wollen helfen, wissen aber nicht, wie", sagt Birgit Ettrich. Als "Reise ins passgenaue Ehrenamt" beschreibt sie den Infotermin am Donnerstag, 22. September (17 Uhr, Düsseldorfer Straße 40).

Mit "Kopf, Herz und den Füßen" ist das Organisationsteam für die 11. Woche des Bürgerschaftlichen Engagements am Start. Und bleibt unermüdlich im Einsatz. Im Dezember stehen weitere Veranstaltungen an.

Quelle: RP
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