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Ratingen
FDP: Neue Chancen für die Weststrecke

Ratingen: FDP: Neue Chancen für die Weststrecke
Für den S-Bahnverkehr auf der Güterzugstrecke ist ein weiteres Gleis nötig. Um die Reaktivierung der Westbahn wird seit Jahren gekämpft. Besonders der Duisburger Süden, Lintorf und Tiefenbroich würden profitieren. FOTO: Joachim Preuß
Ratingen. Land fordert Städte mit Förderprojekt zur Kooperation auf. Duisburg, Düsseldorf, Ratingen und der Kreis am Tisch. Von Joachim Preuss

Bietet ein aktuelles Förderprogramm neue Chancen für die Realisierung der Weststrecke? Die FDP Ratingen hat jedenfalls ebenso wie andere Fraktionen die Hoffnung nie aufgegeben, dass dieses Projekt für eine Reaktivierung einer S-Bahn-Verbindung zwischen Düsseldorf, Ratingen und Duisburg realisiert werden kann. Nun bietet ein Förderprogramm des Landes namens "StadtUmland.NRW" vielleicht neue Chancen. Das berichtet die Kreistagsabgeordnete und Ratinger Stadtverbandsvorsitzende Dr. Tina Pannes.

"Im Kreisausschuss wurde seitens der Verwaltung vorgetragen, dass sowohl auf Düsseldorfer wie auch auf Duisburger Seite durchaus Sympathie für das Projekt und eine entsprechende Bewerbung bestehen. Das ist absolut begrüßenswert und hat hoffentlich Aussicht auf Erfolg", so Pannes." Die Stadt Ratingen solle eingebunden werden.

Auch die FDP-Fraktionsvorsitzende Hannelore Hanning freut sich über die neue Bewegung, die nun in das Projekt kommen kann: "Die FDP hat sich immer für die Weststrecke eingesetzt. Wenn sich nun die drei Städte zusammentun und an einem Strang ziehen, gibt das vielleicht neuen Schwung. Wir unterstützen dieses Vorhaben jedenfalls mit aller Kraft." Die Ratinger Stadtverwaltung sei nun aufgerufen, im Gespräch mit den Nachbarstädten alle Möglichkeiten der Kooperation und der Abrufung von Fördermitteln zu nutzen. Im Kreistag hatte Dirk Haase, Leiter der Wirtschaftsförderung des Kreises Mettmann, das Projekt "StadtUmland.NRW" näher vorgestellt. Es sei Anfang Juni gestartet worden. Es geht darum, dass insbesondere die Großstädte in NRW zu Kooperationen mit den Städten und Gemeinden des Umlandes animiert werden sollten. Genau das war bislang in der Diskussion um die Reaktivierung der Westbahn eine Knackpunkt gewesen: Ratingen und Düsseldorf waren sich stets einig, doch Duisburg zögerte bislang mit Blick auf die leere Haushaltasse.

Thematisch, so Haase, werde mit dem Projektaufruf die Siedlungs- und Mobilitätsentwicklung, insbesondere die Wohnraum- und Infrastrukturversorgung, angesprochen. Voraussichtlich würden im Rahmen der Förderlandschaft solche Kooperationen künftig vorrangig geför-dert. Projektskizzen könnten nach einer zweiwöchigen Fristverlängerung bis zum 15. September eingereicht werden. Aus der engen Terminvorgabe interpretiert Haase, dass es sich bei dem Projektaufruf in erster Linie um bereits vorgedachte Kooperationsprojekte handele.

Haas weckte Hoffnungen in Sachen Westbahn: Der Verkehrs- und Planungsdezernent der Stadt Düsseldorf, Dr. Stephan Keller, halte die Erschließung eines großen Wohngebietes im Duisburger Süden und eine verbesserte Anbindung an den Arbeitsstandort Düsseldorf über die Wiederbelebung der Weststrecke für die S-Bahn für ein geeignetes Stadt-Umland-Projekt. Die Stadt Duisburg sehe dies offenbar ähnlich. Beide Städte wollten sich nun auf dieses Projekt konzentrieren und die Stadt Ratingen einbinden. Landrat Hendele sagte, dass der Kreis durch die mögliche Reaktivierung der Ratinger Weststrecke für den öffentlichen Personennahverkehr von dem Stadt-Umland-Projekt auch in Sachen neuer Wohnraum tangiert werde.

Quelle: RP
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