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Homberg
Hallen-Ärger in Homberg: Stadt sucht Lösung

Homberg. Im Fall der festgefahrenen Verhandlungen über den Wiederaufbau und die Erweiterung der abgebrannten Kuhles-Scheune in Meiersberg hat gestern Baudezernent Jochen Kral weitere Gesprächsbereitschaft signalisiert. Kral betonte, dass es einen positiven Bauvorbescheid gebe, die von einem Feuer im Jahre 2007 zerstörte Halle wieder zu errichten - bei rein landwirtschaftlicher Nutzung. Von Joachim Preuss

Kuhles will jedoch, wie berichtet, ein weiteres Gebäude hochziehen, um dort seine HTC-Anlage zur Erzeugung von Kohle und Öl aus Bio-Abfällen zu errichten (HTC = Hydrothermale Karbonisierung). Die Testanlage steht in Kalkar am Niederrhein. Die für die hohen Temperaturen und Drücke benötigte Energie wollte Kuhles aus einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach beziehen. Das Ganze sei keine landwirtschaftliche Nutzung, so Kral. Und sei daher auch nicht genehmigungsfähig. Eine anderer von Kuhles vorgeschlagener Standort direkt auf dem Hof, käme aus denkmalschutzrechtlichen Gründen nicht in Betracht. Ein Standort an der Zufahrt zum Hof wurde aus Gründen des Landschaftsschutzes abgelehnt. Kral verwies auch auf die Kosten eines Bauleitplanverfahres, das sei ein Betrag im mittleren fünfstelligen Bereich.

Im Falle von Intocast beispielsweise, die am Standort erweitern will, seien diese Kosten von der Firma selbst übernommen worden. Kuhles erwarte dagegen, dass in seinem Fall die Stadt dafür aufkommen solle. Kral sagte, dass man weiter gesprächsbereit sei. Man müsse gemeinsam die Situation analysieren, dann sei er bereit, noch mal mit dem Kreis zu sprechen. Man werde versuchen, auch außerhalb des Bauleitplanverfahrens einen Weg zu finden.

Quelle: RP
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