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Heiligenhaus
Kunstmarkt etabliert sich im Museum

Heiligenhaus: Kunstmarkt etabliert sich im Museum
Anneliese Schmidt (2. von links) zeigte beim Kunstmarkt ihre Bilder. Armin Schmidt fertigte Kalligrafien an. FOTO: Achim Blazy
Heiligenhaus. Der zweite Kunstmarkt versammelte am Wochenende acht Künstler im Museum Abtsküche. Die ausgestellten Arbeiten konnten auch gekauft werden. Von Vom Henry Kreilmann

Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr war es eigentlich schnell klar: Der Kunstmarkt im Museum Abtsküche hat Zukunft. Und wie im vergangenen Jahr stellten auch am Wochenende wieder acht Künstler ihre Werke im Museums-Neubau aus - und boten sie zum Verkauf.

"Wir haben den Markt in diesem Jahr ganz bewusst nicht in die Vorweihnachtszeit gelegt, sondern noch ein bisschen auf das schöne Wetter gehofft", erklärt Initiatorin Ute Augustin Kaiser. Und die Ratingerin und ihre Künstlerkollegen lagen damit richtig: "Schon am Samstag waren mehr als 150 Besucher da", freut sie sich. Acht Künstler, acht völlig unterschiedliche Zugänge zu Kunst und Gestaltung. Ein breites künstlerisches Angebot, soll die Besucher auf vielen Ebenen ansprechen.

"Als wir mit dieser Idee im vergangenen Jahr auf Museumskustos Reinhard Schneider zugingen, war er sofort begeistert." Eine Win-Win-Situation, wie man das so schön nennt. "Ich denke, unsere Ideen passen gut zu der Idee des Museums. Beide Seiten können sich und ihr Angebot zeigen und der Eintritt ist frei, die Hemmschwelle also niedrig", sagt die Künstlerin, die Malereien und Ketten präsentierte.

FOTO: Blazy Achim

Bevor der Kunstmarkt nach Heiligenhaus zog, wurde er mehrere Jahre im Homberger Bürgerzentrum veranstaltet. Dort wurde das Angebot nicht mehr so gut angenommen, im Museum Abtsküche dagegen gab es einen guten Start. "Wir könnten uns vorstellen, das Angebot zu erweitern, dass zukünftig zum Beispiel auch ein Bildhauer seine Stücke vor der Tür präsentieren kann", erklärt der Heiligenhauser Armin "ming" Schmidt. Das Museum selbst überzeuge dabei mit seinem ganz eigenen Charme. "Natürlich muss sich so eine Veranstaltung erst etablieren", weiß Schmidt. Aber die Besucherzahlen zeigen, dass man auf einem gutem Weg sei. Mit Künstlern aus Heiligenhaus, Ratingen, Düsseldorf, Neuss und Mettmann ist die Reichweite dabei groß.

"Uns ist wichtig, dass wir ein gewisses Niveau vertreten können." Dabei könne man auf ein großes Künstler-Netzwerk zugreifen. Der Clou ist die Mischung aus Ausstellung und Kaufmöglichkeit. So gab es von Anne Kaiser Fotografien zu sehen und von Anneliese Schmidt Pastelle. Papercraft-Werke zeigte Thomas Pischke, während Christine Atmer de Reig Keramik mitgebracht hatte und Vivien Reig-Atmer hochwertigen Schmuck. Textilobjekte von Petra Marita Sadowski gab es ebenfalls.

Ein Teil dieser Künstler hat sich unter anderem auch im Kunstquadrat zusammen gefunden, das regelmäßig im alten Pastorat ausstellt. Die Zukunft des "temporären Museums" ist ungewiss; die Diskussionen um das geplante Einkaufszentrum auf dem Kiekert-Gelände schließen auch das Grundstück des alten Hauses der Kirche und des Pastorats ein. Doch das Gebäude hat keinen Wasseranschluss - und leider keine Heizung. "Deswegen warten wir auf die warmen Monate", verrät Augustin Kaiser.

Ganz ohne Kunst wird das Gebäude an der Hauptstraße aber in den nächsten Monaten nicht bleiben. Zum Día de Muertos, dem wichtigsten mexikanischen Feiertag, der am Übergang von Oktober zu November gefeiert wird, plant Kunstlehrer Armin Schmidt mit vier Klassen eine Kunstaktion. "Ich bin gespannt, was sich die Gesamtschüler einfallen lassen."

Quelle: RP
 
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