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Heiligenhaus
Lions vergeben "Sehr gut" an Gesamtschule

Heiligenhaus. "Erwachsen werden" heißt das mit Siegel ausgezeichnete Förderprogramm für Zehn- bis 14-Jährige. Von Paul Köhnes

Wie klappt es gut mit dem Erwachsenwerden? Seit Jahren finden Heiligenhauser Gesamtschüler darauf eigene Antworten - abseits der gewohnten Stundentafel, in einer Unterrichtsstunde pro Woche. Eine muntere Interviewrunde der Klasse 5a gab gestern im Forum an der Hülsbecker Straße noch mehr Aufschlüsse. "Es geht um gute Klassengemeinschaft und darum, niemanden auszuschließen."

Das durfte das Publikum in dichtbesetzten Reihen sofort auf sich beziehen. Denn in einem weiteren Programmpunkt war ein munteres Bewegungsspiel für alle angesagt - ebenfalls von den Schülern vorn organisiert. Zu Gast waren neben Schülern, Eltern und Lehrern auch Vertreter des Lions Clubs und der Rotarier. Vor allem, um die Schule und ihre Schüler mit zu feiern. Denn eine Note für eine Schule gibt es nicht alle Tage. Für die Gesamtschule ist es wahr geworden. Sie hat sich erfolgreich um das Lions-Quest Qualitätssiegel beworben. Gestern überreichte Lions-Vertreter Thomas Hesselmann die Auszeichnung an Schulleiterin Gabriele Arnsmann. Das Programm "Erwachsen werden" ist ein Jugendförderungsprogramm für Zehn- bis 14-jährige Mädchen und Jungen, in deren Mittelpunkt die Förderung der sozialen Kompetenzen steht. Die Gesamtschule ist die siebte Schule des Landes Nordrhein-Westfalen, die diese Auszeichnung erhält. Über mehrere Jahre wurde das Lions-Quest-Programm in das Schulkonzept eingewoben und von den Lehrern konsequent umgesetzt, so vorbildlich, dass die Schule mit der Bestnote "sehr gut" bewertet wurde. Der Arbeitskreis Jugend - ein Team aus Rotarien und Lions - haben die Finanzierung, beispielsweise die Fortbildung der Lehrer, über eigene Aktivitäten wie ein Benefizkonzert und die Kooperation einer Musikschule erwirtschaftet. Die Schulleiterin erinnerte an die Zeit, in der "PEW" an der Schule buchstäblich noch in den Kinderschuhen steckte. Das war im Jahr 2002, es herrschte Pioniergeist, gefördert vom damaligen Schulleiter Gerhard Schlüter. Damals nahmen die ersten Gesamtschullehrer an ihrem Einführungsseminar zu Thema teil. Inzwischen sind alle Kollegen an der Gesamtschule mit dem Programm vertraut. Seither sind es, wie Arnsmann sagte die "drei großen B", die das Projekt zum aktuellen Erfolg führten: Begeisterung, Beharrlichkeit und Beteiligung.

Quelle: RP
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