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Ratingen
Puppenmuseum bekommt kurvigen Barbie-Nachschub

Ratingen. Ab März werden neue Barbie-Puppen in den Regalen stehen. Im Laufe des Jahres sollen sie in sieben Haut-, 22 Augenfarben und 24 Frisuren zu kaufen sein. Und vor allem: in verschiedenen Figuren, klein, groß und kurvig. Nun muss man sich letztere nicht etwa pummelig vorstellen - hat sie nur etwas mehr Plastikspeck auf den Hüften. Von Gabriele Hannen

In Ratingen, und zwar im Spielzeugmuseum, gibt es eine ordentliche Barbiesammlung, die im Wechsel mit anderen Sammlungen immer wieder aufgebaut wird. Mit der Ansprechpartnerin im Puppen- und Spielzeugverein, Bettina Dorfmann, gibt es auch noch eine ausgemachte Kennerin dieser Puppen. Sie steht Besuchern Rede und Antwort, sie hat in ihrem Düsseldorfer Heim eine Sammlung von 15.000 Barbiepuppen und deren diversen Kleidungsstücken und Accessoires. An ihr ist auch nicht die Merkel-Barbie mit schwarz-rot-goldenen Manschetten vorüber gegangen.

Das Management des Herstellers Mattel, der die Puppen seit 1964 auch für den deutschen Markt produziert, verkündet jetzt, vor dem Wechsel des Puppen-Aussehens: "Wir haben die Verantwortung gegenüber Mädchen und Eltern, eine weitere Sichtweise auf Schönheit widerzuspielen". Doch auch diese Plastikgrazien werden nicht grundsätzlich aus Liebe zum Kind hergestellt, sondern, weil damit Geld verdient werden soll.

Die erste Barbie war einer tagtäglich zu sehenden Comiczeichnung (Lilli) eines deutschen Boulevardblattes nachempfunden, hatte Pferdeschwanz, Highheel-Füße und Maße, die, auf einen menschlichen Körper umgerechnet, bei etwa 99 - 46 - 84 Zentimeter lagen. Die "frühe" Barbie trug dezente Garderobe für die elegante Dame. Als damit die Umsatzzahlen stagnierten, folgte Kleidung nach dem Massengeschmack; Barbie bekam wallende blonde Mähne, breites Grinsen, üppiges Dekolleté und knappe Miniröckchen.

Quelle: RP
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