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Ratingen
Schlagerparty zündet noch nicht

Ratingen. Das neue Konzept im Schützenzelt am Freitagabend braucht noch Zeit. Von Wolfgang Schneider

Die Frage sei erlaubt: Was wollen die Menschen im Festzelt auf dem Schützenplatz am Freitagabend sehen und hören? Lange Jahre war das die Oldieparty, die mit legendären Auftritten von Mayqueen, der wohl besten Queen-Coverband, die es je gab, für Gänsehaut und eine Stimmung sorgte, die für alle, die dabei waren, unvergesslich bleiben wird. Nun ist die Bruderschaft neue Wege gegangen, hat es mit einer Schlagerparty versucht - doch die konnte noch nicht an alte Glanzzeiten anknüpfen.

Wo sich zu besten Zeiten weit über 2000 Menschen tummelten und feierten, gab es diesmal reichlich Platz. So viel Platz sogar, dass die Show, durch die der Ratinger Christian Pannes souverän führte, etwas später als geplant startete. Zu Beginn hatten sich vielleicht gerade einmal 500 Menschen ins Zelt verirrt. Sicher, es sind Ferien, das Wetter war schön, viele kamen erst später - trotzdem hätte man dem Festausschuss um Bernhard Vogel, dem zweiten Vorsitzenden der Bruderschaft, für diese Premiere mehr Zuspruch gewünscht. Denn wer da war, der hatte Spaß und feierte bis in die frühen Morgenstunden, nach der Livemusik dann mit Stimmung vom Band. "Wir wollten den Ratingern etwas Neues bieten und uns von den Festen in der Umgebung abheben", hatte Vogel vor dem Schützenfest gesagt. Doch das scheint noch nicht bei den Dumeklemmern angekommen zu sein.

Neben dem Willen zur Veränderung muss man dem Festausschuss allerdings respektvoll Kritikfähigkeit attestieren. Denn im vergangenen Jahr waren viele Besucher enttäuscht von der relativ unpersönlichen Moderation von Marc Pesch, im Neusser Raum bei jedem Schützenfest ein Garant für gute Stimmung. Doch das war vielen zu unpersönlich - gut deshalb, dass diesmal mit Pannes ein waschechter Ratinger mit viel Moderationserfahrung da war. Zusammen mit Achim Petry, dem Sohn von Schlagerikone Wolfgang, und den Goodfellas, die schon beim Ratingen Festival begeistert hatten, ließ er den Funken überspringen. Demnächst auch hoffentlich vor mehr Zuschauern.

Quelle: RP
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