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Heiligenhaus
Senioren lernen die Hochschule kennen

Heiligenhaus: Senioren lernen die Hochschule kennen
Christian Weidauer gab einen Überblick über die bisherige Hochschularbeit und beantwortete Fragen zur Campus-Zukunft. FOTO: A. Blazy
Heiligenhaus. Campus-Standortsprecher Christian Weidauer berichtet, was bis zum Umzug ins neue Gebäude noch auf dem Plan steht. Von Paul Köhnes

Schon die erste Frage steht für Pragmatismus pur: "Wo sollen die Studenten wohnen - und wo sollen sie parken?" Kaum sind Mikrofon und Beamer startklar, da weiß Prof. Christian Weidauer: Das hier ist ein kundiges Auditorium. Allerdings ein ganz anderes als das, was er als Software-Experte und Standortsprecher der Hochschule Bochum für Heiligenhaus aus Hörsälen kennt.

Eingeladen hat ihn die Heiligenhauser Senioren Union. "Ist doch auch logisch", findet deren Vorstandsfrau Ursula Gries. "Mitten in der Stadt entsteht eine Hochschule - da will man doch genau wissen, was hinter den Mauern passieren wird."

Kein Wunder also, dass Weidauer vor dicht besetzten Reihen im "Köpi3" spricht - fast in Sichtweite zum Campus-Provisorium am Höseler Platz, der im Sommer Geschichte sein wird. Die Plätze reichen so gerade eben. "So ist das immer bei unseren Stammtischen", sagt SU-Vorsitzende Hansi Klose. Auch deswegen muss Weidauer zunächst nicht auf seine vorbereitete Präsentation zurückgreifen. Will er auch nicht - "es geht ja um das, was Sie speziell interessiert", sagt er. Bei der Frage nach Studentenwohnungen allerdings muss er passen: "Das ist Sache des Studentenwerks. Und das wiederum ist hier mit der Stadtverwaltung im Gespräch." Und die Parkplätze? 70 wird es an der Westfalenstraße geben, die allerdings für Hochschulangehörige.

Knapp sieben Jahre zurück reicht die Hochschulgeschichte des Heiligenhauser Campus. 2009 ging es mit 24 Studenten los, inzwischen sind es 250, am Ende aller Ausbaustufen werden 400 Studenten und 13 Professoren am Standort sein. Weidauer nutzt die Chance für eine ganz kleine Werbeeinblendung in eigener Sache: "Das wird am Ende immer noch ein sehr gutes Betreuungsverhältnis zwischen Studenten und Professoren sein. Das könne sie gern ihren Enkeln berichten."

Darauf wird der Hochschullehrer wohl zählen können, denn es sind auch Details gefragt: Wie arbeitet die Hochschule mit Firmen der Region zusammen? Und mit wie vielen? "Es sind über 100 Firmen, mit denen zusammen das Heiligenhauser Modell für duale Studiengänge erarbeitet wurde", sagt Weidauer. Mit einbezogen ist seit 2009 die Schlüsselregion - der größte regionale Firmenverbund.

Von Interesse ist auch der in die Höhe gewachsene Bau an der Westfalenstraße selbst. Hierhin wird die Hochschule in den kommenden Semesterferien umziehen. "Als Mieter", wie Weidauer sagt. Er selbst hat seit 2010 am Anforderungskatalog an den 25 Millionen Euro teuren Bau mitgearbeitet. Nur die Bauausführung - die ist eben nicht Sache der Hochschule, sondern liegt in Händen des Bau- und Liegenschaftsbetriebs des Landes.

Quelle: RP
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