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Ratingen
Sparkasse schließt Tiefenbroicher Filiale

Ratingen. Der Ärger im Dorf ist groß: Die Sparkasse HRV will bekanntlich die Geschäftsstelle an der Sohlstättenstraße faktisch schließen und dort nur noch Automaten aufstellen.

Für CDU-Ratsmitglied Wolfgang Diedrich ein Unding: "Im Stadtteil leben viele Senioren, die dann immer mit dem Bus nach West fahren müssten. Das ist zum einen beschwerlich, zum anderen kostet es jedes Mal Geld." Gespräche mit dem Sparkassenvorstand darüber, den Plan rückgängig zu machen, blieben fruchtlos. Stattdessen hat die Tiefenbroicher CDU zum SkF Kontakt aufgenommen, ob nicht über die Freiwilligenbörse ein Fahrdienst für die Tiefenbroicher zur Sparkassenfiliale nach West eingerichtet werden könnte.

"Da warten wir noch auf Rückmeldung", so Diedrich. Überrascht hat die Schließung Diedrich und seinen Parteikollegen Willi Bechen noch aus einem ganz anderen Grund: Im Gespräch mit unserer Zeitung hatte Michael Breuer, Präsident des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbandes, vor wenigen Wochen noch deutlich gemacht, dass die Filialen vor Ort sogar aufgewertet werden sollen, um die Beratungs- und Serviceintensität zu erhöhen. Außerdem erklärte Breuer in dem Gespräch, dass viel Arbeit auf die Sparkassen zukomme, da nahezu alle Flüchtlinge dort ein Konto einrichteten.

Laut der CDU ein weiterer Punkt, der deutlich für einen Erhalt der Filiale im Dorf spricht: "In Tiefenbroich haben wir eine große Zahl von Flüchtlingen. Wie passt das alles zusammen?", so Diedrich. Er hofft, dass nun der Verwaltungsrat die Sache noch einmal prüft.

(wol)
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