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Heiligenhaus
Spielplatz-Ärger und kein Ende: Neun Flächen sollen stadtweit weg

Heiligenhaus. Es ist ungewöhnlich, dass die Politiker bei Ausschuss-Sitzungen eine größere Zahl Zuschauer auf der Gästetribüne begrüßen können, doch genau das war am Dienstagabend beim Treffen des Jugendhilfeausschusses der Fall. Von Henry Kreilmann

In der Tagesordnung ging es dabei erneut um die Schließung einiger Spielplätze aufgrund von Sparvorgaben. Ein Thema, das bereits Wellen in der Stadt geschlagen hat. Mit Beschluss des Jugendhilfeausschusses im Januar wurden zunächst 13 Spielflächen von insgesamt 48 zur Aufgabe vorgesehen, im April wurde dieser Beschluss wieder aufgehoben und stattdessen die Bürgerbeteiligung für diese Flächen beantragt. Die erfolgte Ende Juni/Anfang Juli mit unterschiedlichen Besucherzahlen, aber einem eindeutigen Ergebnis. "Mit einer Ausnahme, nämlich ,Rhönstraße', führte die Bürgerbeteiligung zum erwarteten Ergebnis: Die Spielflächen sollen aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger erhalten bleiben", heißt es in der Vorlage. Aktuell entschied der Jugendhilfeausschuss mehrheitlich und gegen die Stimmen der SPD, den Empfehlungen der Verwaltung zu folgen und dass folgende Spielflächen nicht erhalten werden sollen: Dresdner Straße, Gustav-Heinemann-Straße, Haydnweg, Leipziger Straße, Mönchssiepen, Rossdeller Straße, Spessartstraße, Christine-Teusch-Weg sowie der Bolzplatz Wassermangel.

Diese Entscheidungen müssen jetzt noch von Haupt- und Finanzausschuss sowie dem Rat bestätigt werden. Die Spielfläche an der Rhönstraße ist bereits abgebaut (ebenso wie der Bolzplatz am Rotdornweg sowie der Spielplatz Am Siepen). Erhalten bleiben soll die Spielfläche an der Zöllinger Straße. Bereits im Vorfeld von der Schließungsliste gestrichen: der Spielplatz an der Gohrstraße. Jana Janssen von der SPD bedauerte, dass ein von ihrer Fraktion eingereichter umfangreicher Fragenkatalog wie etwa über konkrete Arbeitsstunden und Pflegeaufwand nicht ausreichend beantwortet sei. "Gute und nah erreichbare Spielplätze sind für eine familienfreundliche Stadt ein wichtiger Standortfaktor." Stefan Propach (CDU) erklärte, dass trotz der zwingenden Einsparungen eine vertretbare Lösung gefunden werden muss. Er forderte auch die SPD auf, zu ihrem Einsparungsvotum zu stehen und kreative Lösungsvorschläge einzubringen.

Quelle: RP
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