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04/19: Dombayci kehrt endlich zurück

Lokalsport: 04/19: Dombayci kehrt endlich zurück
Technik, Spielwitz und Einsatzwille von Orhan Dombayci (l.) fehlten 04/19 in den vergangenen Spielen arg - nun kehrt der 20-Jährige in die Mannschaft zurück. FOTO: Achim Blazy
Ratingen. Der starke Alleskönner wurde im Oberliga-Ensemble von Trainer Peter Radojewski vermisst. Im Pokal gegen Homberg gibt es das Comeback. Von André Schahidi

Im August humpelte Orhan Dombayci noch auf Krücken über den Rasen im Sportpark Keramag. Hinterher, wenn das Spiel des Fußball-Oberligisten 04/19 vorbei war, schlich der 20-Jährige über den halben Platz zur Mannschaftsbesprechung. Ein paar Wochen später war der Fuß nur noch eingepackt- aber ohne Krücken. Und zuletzt schritt der Deutsch-Türke gar ohne jegliche Hilfsmittel über den Platz.

Ein Mittelfußbruch hatte den Alleskönner im Kader von Trainer Peter Radojewski lange außer Gefecht gesetzt. Nun ist er bereit - und wird wohl schon am Sonntag beim Pokalspiel in Homberg für den RSV antreten. "Ich bin so heiß darauf, endlich wieder spielen zu können", sagte Dombayci, hinter dem eine lange Leidenszeit mit Reha-Training liegt.

Schon am Mittwoch beim Gastspiel in Mönchengladbach saß er auf der Bank. Und musste so tatenlos mit ansehen, wie seine Kollegen in der Schlussphase des Spiels noch verloren. Nico Wehner war es, ausgerechnet ein Ex-Spieler des 1. FC, der das Tor für die Gastgeber erzielte - ins eigene Netz. "Wir müssen Nico jetzt wieder aufbauen", betont Trainer Radojewski. "Sowas kann passieren, der Junge ist total fertig nach seinem Eigentor."

Der Fauxpas des 19-Jährigen in seinem erst zweiten Oberliga-Spiel beendete nämlich eine Partie, die Ratingen gar nicht so schlecht bestritten hatte. "Von unseren letzten drei Spielen war es eigentlich das Beste, auch wenn das jetzt paradox klingt", sagt Radojewski - punktemäßig ist das tatsächlich so, denn gegen Hönnepel (1:0) und den SC West (0:0) holte 04/19 jeweils Zähler.

"In Gladbach haben wir uns aber anders präsentiert als vorher. Wir waren bissiger, haben mehr als Mannschaft gespielt", sagt Radojewski. "Und Gladbach hat uns aufgezeigt: Wer in der Liga marschiert und körperlich bis an die Grenze geht, kann anderen Teams den Schneid abkaufen." Ein lehrreiches Spiel also, "das wir allerdings nicht hätten verlieren müssen", wie Radojewski meint. Er zählte eine Reihe Torchancen auf, die vor allem für eine komfortablere Pausenführung als "nur" das 1:0 gereicht hätten.

Den spielerischen Aufwärtstrend will der Trainer auch in Homberg fortsetzen. Und wird deshalb gegen den Landesligisten keine großartigen Wechsel durchführen. "Wir müssen uns weiter einspielen", sagt Radojewski, was dadurch erschwert wird, dass Stefan Rott mit Knieproblemen ausfiel und Phil Spillmann in Gladbach seine fünfte Gelbe Karte sah. Doch dafür ist eben Dombayci wieder da, der in der vergangenen Saison einer der besten Ratinger Feldspieler war. "Ich erhoffe mir, dass Orhan uns stabilisieren kann", sagt Radojewski. Das wird er wahrscheinlich in der Abwehr tun, da dort gerade Not am Mann ist. Und dann nach dem Spiel im Trikot zur Teambesprechung laufen. Ohne Krücken, Gipsfüße oder anderen Laufbremsen.

Quelle: RP
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