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04/19 muss noch zweimal alles geben

Lokalsport: 04/19 muss noch zweimal alles geben
Voller Einsatz: Yusuf Keser geht kompromisslos zum Ball - auch wenn der Wuppertaler Gegenspieler selbiges versucht. FOTO: Stefan Rittershaus
Ratingen. In den Spielen gegen Kapellen-Erft (morgen, 14.15 Uhr) und Fischeln zeigt sich, wo Ratingen in der Fußball-Oberliga hingehört. Von André Schahidi

Zwei Spiele noch - dann steht auch für die Oberliga-Fußballer von 04/19 die Winderpause an. Zwei Spiele sind es aber auch noch, in denen der RSV gegen besser platzierte Teams antritt. Teams, die mit einem Sieg wieder eingeholt würden. Die Duelle gegen Kapellen-Erft (Sonntag, 14.15 Uhr) und gegen Krefeld-Fischeln eine Woche später sind für den Tabellenzehnten von großer Bedeutung: Gehört der RSV in die Spitzengruppe? Oder ist das Team von Trainer Peter Radojewski doch nur eine mittelmäßige Oberliga-Mannschaft?

In der vergangenen Saison landete der RSV in der Endabrechnung auf Platz drei - eine Platzierung, die jedoch in dieser Saison kaum machbar scheint. 30 Punkte holte 04/19 in der vergangenen Spielzeit in der Hinrunde, 34 waren es danach. In der aktuellen Saison stehen 21 Punkte auf dem Konto. 24 kann der RSV maximal noch holen, da die Partie gegen Kapellen den Hinrunden-Abschluss bedeutet. Das Spiel gegen Fischeln eine Woche später ist bereits der Auftakt zur Rückrunde. "Wir wollten 30 Punkte holen bis zum Winter", sagte Radojewski. "Jetzt muss das Ziel sein, so viele wie möglich zu holen. Auch, damit wir entspannt in die Pause gehen können und uns nicht nach unten orientieren müssen." Denn der erste Abstiegsplatz, Rang 15, ist nur fünf Punkte entfernt.

Das Gute ist: Kapellen und Fischeln sind jeweils in Schlagdistanz. Kapellen ist Siebter mit 23 Punkten, Fischeln mit 24 Punkten Sechster. Mit zwei Siegen zum Jahresausklang wären diese beiden Teams also mehr oder weniger sicher überholt. "Das sind zwei Teams auf Augenhöhe", sagt Radojewski. "Wenn wir unsere Qualitäten abrufen." Platz drei, also die Vorjahresplatzierung, ist bereits jetzt elf Zähler entfernt - ein kaum noch machbares Ziel.

Wo also führt die Reise für den RSV hin? Das Ziel muss sein, wieder in die Top fünf der Oberliga vorzustoßen. Für Radojewski ist nämlich klar: "Wir werden in der Rückrunde besser sein als zuvor." Er setzt darauf, im Winter eine komplette Vorbereitung mit dem Team absolvieren zu können.

Radojewski und Michael Kulm, der Sportliche Leiter des Klubs, können aus der aktuellen Situation auch lernen. Will Ratingen wirklich einmal um den Aufstieg mitspielen, müssen ein paar Faktoren passen: Die Mannschaft muss sich früher finden und möglichst zum Trainingsauftakt komplett sein. Der Kader darf nicht nur mit Talenten besetzt sein - diese versagen hin und wieder in kritischen Momenten. Nicht umsonst denkt man beim RSV darüber nach, im Winter noch einen erfahreneren Mann hinzu zu holen. Denn die junge Rasselbande der Ratinger hat ein großes Potenzial - nun geht es darum, dieses abzurufen. Am besten morgen gegen Kapellen.

Quelle: RP
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