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Lokalsport
Angermund hält nur eine Halbzeit mit

Krefeld. Dem personell arg gebeutelten geht beim TV Oppum in der zweiten Halbzeit die Luft aus. Von Werner Möller

In der Halbzeitpause des Oberliga-Auswärtsspiels vom TV Angermund beim TV Oppum steckten die Handball-Legenden Wille Klapdor und Wolfgang Friedrich, den alle rund ums Dorf nur "Keule" nennen, die Köpfe zusammen. Ihrem TVA war eine feine Leistung gelungen, er führte 13:12. Klapdor: "Ob wir das ins Ziel bringen?" Friedrich: "Es sieht jedenfalls gut aus." Die Hoffnungen der verdienten Oldies sollten sich nicht erfüllen. Der TV Oppum legte einen gewaltigen Zwischenspurt ein (20:15/ 42.) und siegte sicher 29:22. Damit bleiben die Linksrheinischen auch nach diesem 4. Spieltag verlustpunktfrei und demonstrierten ganz klar, dabei sein zu wollen im Kampf um den Meistertitel.

Die ellenlange Verletztenliste lässt sich beim TV Angermund nicht ausgleichen. Der erste Durchgang kostete ungeheuer viel Kraft und die fehlte nach der Pause, um weiter drücken zu können. Martin Gensch wurde überhaupt keine Pause gegönnt, auch einige andere Spieler wie Martin Paukert und Patrik Ranftler durften mal kurz durchschnaufen, dann ging es weiter. So hatte der TVA in seinem Keeper Matthias Jakubiak seinen besten Akteur (16 Paraden). Rechtsaußen Nico Töpfer meinte nach dem Abpfiff: "Oppum war heute besser. Aber wenn wir wieder all die Verletzten dabei haben, dann sieht das anders aus." Es wird allerdings noch einige Zeit dauern, bis Trainer Uli Richter seine Torjäger und Führungsspieler wieder zur Verfügung hat.

Der Coach zum Spiel: "Unsere ersten Hälfte war ordentlich. Da sind wir zwar auch in Rückstand geraten, haben das aber bestens verkraftet. Das schafften wir nicht mehr im zweiten Durchgang, als sich Oppum absetzte. Wir kamen bei allen Bemühungen nicht mehr heran. Es gibt dennoch keine Vorwürfe, alle gaben ihr Bestes."

Das Vorstandsmitglied Bernd Stemmer, der im Kampfgericht saß, nickte zustimmend. Beim TV Oppum zählten zwei Ex-Ratinger zu den Besten. Fabian Bednarczik warf sieben Tore (darunter fünf Strafwürfe) und Sebastian Bartmann (früher SG Ratingen) fünf. Er bestach wie auch erwartet mit seiner vorzüglichen Abwehrleistung.

TV Angermund: Jakubiak, Peltz - Schiffmann 1, Kohl 2, Töpfer 1, Axning 3, Gensch 6, Nils Thanscheidt 2, Ranftler 4/3, Paukert 2, Burns, Winter 1. Zuschauer: 165.

Quelle: RP
 
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