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Lokalsport
Brüderpaare haben bei den Aliens Tradition

Ratingen. In Lucas und Maurice Becker spielen erneut zwei Familienmitglieder beim Eishockey-Oberligisten. Von Nils Jewko

Die Ice Aliens und Brüderpaare - eine Kombination, auf die man am Sandbach anscheinend gerne vertraut und die sich fast als eine Tradition des Vereins beschreiben lässt. In der abgelaufenen Saison standen mit Benjamin und Bastian Jakob, Matthias und Marius Hornig sowie Maurice und Benjamin Musga gleich drei verschiedene Geschwisterpaare auf dem Eis. Gemeinsam mit dem Trio - Johannes, Jonas und Jakob Matzken - hätten die Ratinger fast zwei komplette Reihen bilden können, die ausschließlich aus vier unterschiedlichen Familiennamen bestehen.

Bei den ersten Neuzugängen für die kommende Saison haben die Verantwortlichen der Ice Aliens daher wieder auf das altbewährte Muster zurückgegriffen und mit Lucas und Maurice Becker erneut zwei Brüder verpflichtet. Das Duo habe bei einem "Try Out" - einer Sichtung von jungen Spielern - überzeugt, sagt Kay Adam, der sich viel von den beiden gebürtigen Kölnern verspricht. "Lucas ist groß, spielt körperbetont und wird uns in der Verteidigung sicher weiterbringen. Maurice ist dagegen ein junger, talentierter Stürmer. Wenn er weiter an sich arbeitet, dann hat er eine gute Zukunft vor sich", erklärt der Vorsitzende der Aliens.

Komplettes Neuland ist der Oberliga-Kader von Trainer Alexander Jacobs für den Älteren, den 21-jährigen Lucas Becker, aber nicht. Schließlich stand der Abwehrspieler in der Hauptrunde der Saison 2014/2015 für den Ligakonkurrenten EHC Neuwied auf dem Eis, ehe er Ende Januar seinen Vertrag auflöste. "Ich habe dort eine Ausbildung zum Medienkaufmann gemacht und gleichzeitig Eishockey gespielt. Darunter hat die Berufsschule gelitten, so dass ich mich dazu entschlossen habe, die Zelte in Neuwied abzureißen", berichtet der Defensivspezialist, der in Ratingen den nächsten Schritt in seiner noch jungen Karriere gehen will. "Das Training hat mir sehr gut gefallen. Ich hoffe, dass ich hier mehr Eiszeit bekommen werde und das wir mit der neuen Mannschaft das Beste aus der Saison rausholen werden."

Seinem jüngeren Bruder Maurice stehen bei den Ice Aliens hingegen die ersten Schritte im Seniorenbereich bevor. "Für mich ist es interessant, mich mit erfahrenen Spielern zu messen", sagt der 17-jährige Berufsschüler, der für seine Premierensaison bei den Ratingern ein klares Ziel verfolgt. "Ich möchte mich weiterentwickeln und versuchen, mich im Team zu etablieren."

Damit verfolgen die Ice Aliens ihren Weg und geben Nachwuchsakteuren die Chance, nach dem Jugendbereich im Eishockey weiter Fuß zu fassen. Ein Konzept, das am Sandbach durchaus aufgeht - wie die Brüderpaare im Kader der letzten Saison bewiesen haben.

Quelle: RP
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