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Lokalsport
DEG: Kreutzer fällt halbes Jahr aus

Düsseldorf. Der Kapitän des Eishockey-Erstligisten muss an der Schulter operiert werden. Von Thomas Schulze

Als Daniel Kreutzer in der 20. Minute des Spiels gegen den EHC München in die Bande flog und regungslos liegen blieb, waren viele Zuschauer entsetzt. Die DEG-Fans ahnten, dass der Kapitän eine schwere Schulterverletzung erlitten hat, als er von Mannschaftsarzt Ulf Blecker in die Kabine gebracht wurde. Gestern kam die Nachricht, dass eine Operation unumgänglich ist. Kreutzer fällt ein halbes Jahr aus, vielleicht ist die Saison damit bereits für ihn beendet. Wenn es optimal läuft, kann er eventuell in den Playoffs noch einmal auflaufen. Ausgeschlossen ist das nicht, denn Daniel Kreutzer ist ein Kämpfer, der über eine ungeheuere Willenskraft verfügt und das Eishockey liebt.

Zwei Mal ist der Torjäger bereits nach schweren gesundheitlichen Gebrechen zurückgekommen. 2007 laborierte er drei Monate lang am Pfeifferschen Drüsenfieber. Im Dezember 2013 war die Saison für ihn vorzeitig beendet, als er einen Bruch des ersten Halswirbelbogens erlitt. Und auch jetzt fragt sich manch einer, ob der demnächst 37-Jährige tatsächlich noch einmal zurückkehrt. Für Daniel Kreutzer ist ein mögliches Karriereende kein Thema: "Ich will so schnell wie möglich zurückkommen." Auch sein Bruder und Trainer Christof ist optimistisch: "Die Verletzung ist nicht so, dass er nicht mehr spielen kann. Aber der Heilungsprozess benötigt Zeit. Da muss erst wieder Muskelmasse aufgebaut werden."

Kreutzer ist bereits der zweite Schwerverletzte nach Tim Conboy. Der Verteidiger erlitt bei einem Faustkampf einen Innenbandabriss, so dass er acht Wochen pausieren muss - sofern er nicht obendrein noch einen Kreuzbandriss erlitt. Das können erst weitere Untersuchungen ergeben. Dagegen ist die Oberschenkelzerrung von Christoph Gawlik, der drei Wochen pausieren muss, geradezu harmlos.

Ob die DEG personell noch einmal nachrüstet, ist offen. Geschäftsführer Stefan Adam hat da klare Vorstellungen: "Jetzt müssen wir die Nerven behalten, die kurzzeitig Verletzten schnell integrieren, alle enger zusammenrücken, uns gut vorbereiten, um im Fall der Fälle tätig werden zu können, denn wenn wir einen Neuen holen muss das passen - sportlich, menschlich, finanziell."

Quelle: RP
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