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Handball-Pokal: Ratingen erreicht Endspiel

Lokalsport: Handball-Pokal: Ratingen erreicht Endspiel
Mann des Abends: Dominik Jung erzielte elf Tore für Ratingen - vier vor der Pause, sieben danach. FOTO: Achim Blazy
Ratingen. Der Regionalligist gewann das Halbfinale gegen den personell arg geschwächten Klassen-Komkurrenten SG Langenfeld mit 36:28. Von Moritz Löhr

Das erste Duell binnen kurzer Zeit ging an die Handballer der SG Ratingen - und wie. Gegen den Regionalliga-Konkurrenten SG Langenfeld (SGL) setzte sich das "Löwenrudel" im Halbfinale des Niederrhein-Pokals (Verbandsebene) am Dienstagabend überraschend deutlich mit 36:28 (19:17) durch. Der Lohn: Ratingen steht im Finale, wo in der DJK Adler Königshof ein weiterer Gegner aus der Regionalliga wartet. "Wir wollen den Pokal gewinnen. Mit Langenfeld haben wir nun einen schweren Konkurrenten ausschalten können", sagte Bastian Schlierkamp, der zufriedene Geschäftsführer der SG.

17 Tage vor dem Meisterschaftsspiel am 1. Dezember (20 Uhr) in Langenfeld ließ die SG kaum Zweifel an ihrem Erfolg aufkommen - obwohl der personell massiv geschwächte Gegner aus Langenfeld im ersten Abschnitt auf Augenhöhe war. "Da haben wir gut mitgehalten", fand SGL-Trainer Jurek Tomasik, "aber natürlich hatten wir deutlich weniger Möglichkeiten, als wenn wir hier voll besetzt angereist wären."

Spätestens die Rote Karte gegen den Langenfelder Christian Majeres (36.) kurz nach der Pause führte zu einem Bruch im Spiel der Gäste. Nach einem gröberen Foul schickten ihn die Unparteiischen vom Feld (dritte Zeitstrafe). In der Folge kamen die Gastgeber zu zahlreichen Tempogegenstößen. Viele von ihnen liefen über Dominik Jung, der an diesem Abend mit starken elf Treffern zum besten Werfer auf Ratinger Seite avancierte.

Die SG zog vom 20:19 (35.) sehr schnell auf 26:19 (40.) weg und sorgte hier für die Entscheidung im nach dem Wechsel ziemlich einseitigen Match. Ein weiterer Faktor für Schlierkamp war auch ein Wechsel der Gastgeber auf der Torwartposition: Nach der Pause rückte Jascha Schmidt für David Ferne ins Löwen-Tor und machte seine Sache gut. Das Spiel, das unter der Woche spürbar an den Kräften beider Teams zehrte, hätten die Ratinger nach Meinung ihres Geschäftsführers sogar noch höher gewinnen können: "Dafür hätten wir bestimmte Angriffe aber konsequenter ausspielen müssen."

Der SGL-Trainer erwies sich in seinem Gesamt-Urteil als Realist und Ratingen, das in der Regionalliga derzeit Platz drei (12:4 Punkte) hinter dem Zweiten Langenfeld (14:2) belegt, war an diesem Abend einfach zu stark. "Wenn wir in der Liga aufeinandertreffen, sieht das wieder ganz anders aus", sagte der Coach durchaus optimistisch.

Sein Ratinger Kollege Khalid Khan geht ebenfalls davon aus, dass auf seine Mannschaft beim nächsten Duell der Kreis-Konkurrenten ein anderes Spiel wartet: "Wir wissen das Ergebnis richtig einzuordnen." Der SG-Coach hatte gegen die SGL beinahe seine erste Mannschaft aufbieten können. Mit Blick auf das Duell in zwei Wochen ergänzte Schlierkamp: "Langenfeld hat in der Liga große Ziele. Sie stehen dort also unter Druck, zu gewinnen."

Quelle: RP
 
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