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SSVg steckt im mitten Abstiegskampf

Ernüchterung herrschte nach dem Abpfiff. Mit hängenden Köpfen schlichen die Heiligenhauser in die Kabinen. Seit dem 29. November hatten sie sich darauf gefreut, endlich wieder spielen zu können. Und dann diese enttäuschende Niederlage, die eine bittere Gewissheit zur Folge hat: Die SSVg Heiligenhaus steckt mitten im Abstiegskampf. Von Thomas Schulze

Eigentlich sollte das Spiel in Wuppertal stattfinden. Aber dort sind die Plätze aufgrund von Eis und Schnee noch unbespielbar. Damit die Mannschaften aber nicht immer mehr ins Hintertreffen geraten, haben sie das Spiel der Rückrunde, das in Heiligenhaus stattfinden sollte, vorgezogen. Im Mai wird dann in Wuppertal gespielt.

Dass die Begegnung in Heiligenhaus stattfinden konnte, war nicht selbstverständlich. Der zweite Vorsitzende Heinz Hölzemann und Platzwart Heinz Werder griffen gestern Mittag zu Schippe und Besen und räumten den Platz in der schattigen Hälfte, wo die Sonne den Schnee noch nicht getaut hatte.

Gestern Abend war der Kunstrasen bei Temperaturen, die während des Spiels wieder unter Null sanken, gut bespielbar. Engagiert gingen beide Mannschaften von Beginn an zur Sache. Vielleicht lag es auch daran, dass die Gastgeber ganz in Blau antraten und die Gäste in neon-gelben Trikots und schwarzen Hosen. Das weckte Assoziationen an das Derby zwischen Schalke und Dortmund.

So war die Anfangsphase geprägt von hohem Tempo und vielen Nickeligkeiten, aber sie war durchaus verheißungsvoll. Dominik Jung gab nach nur 70 Sekunden den ersten Schuss ab, der am Tor vorbei ging. Zwei Minuten später schoss Tekin von der Strafraumgrenze aus vollem Lauf über den Kasten. Aber zumindest die Richtung stimmte – offensiv in Richtung ASV-Tor.

Nach leichter Überlegenheit vor der Pause gegen recht starke, läuferisch gute, robuste Gäste wollte die SSVg nach dem Wechsel für die Entscheidung sorgen. Es kam alles ganz anders als gedacht, denn Erkan Dogru sah in der 48. Minute die gelb-rote Karte. Und drei Minuten später wurden die Gastgeber nach einem Eckball klassisch ausgekontert und kassierten das Tor des Tages. Ferhat Ural hatte zwar noch dreimal die Möglichkeit zum Ausgleich, doch vergab er. Ein kalter, bitterer Abend für die SSVg.

SSVg: Hecimovic – Dogru, Jung, Kawohl – Röser, Tekin, Gelzer, Hildebrandt, Georg – Olgun, Ural.

Tor: 0:1 (51.).

Quelle: RP
 
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