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Lokalsport
TuS Lintorf demontiert Wuppertal

Lintorf. Der Spitzenreiter gibt sich keine Blöße und gewinnt 28:17 (10:6). Von Werner Möller

Das war erneut Handball der Extraklasse, den der Verbandsliga-Spitzenreiter TuS Lintorf im Heimspiel gegen den hoch eingeschätzten LTV Wuppertal zu bieten hatte. Nie besaßen die Gäste die Spur einer Chance, Lintorf gewann 28:17 (10:6) - solch ein Saisonstart mit nun sieben Auftaktsiegen ist den Grün-Weißen seit über zwei Jahrzehnten nicht mehr gelungen. Auch solch eine starke Mannschaft hatte der Traditionsverein ewig nicht mehr.

Unglaubliche Begeisterung herrschte in der bestens gefüllten Halle. Torwart Niki Töpfer, der sich erneut in überragender Form präsentierte, wusste alles so zu schildern: "Wir hatten eine tolle Saisonvorbereitung, wir bekommen ein Klasse-Training und in dieser Mannschaft spielen zu dürfen, das ist einfach gigantisch."

Wer das Strahlen des 28-Jährigen beobachtete, der erkannte locker, dass jedes Wort aus tiefstem Herzen kommt. Ebenso beeindruckend ist das von Trainer Christian Beckers einstudierte Abwehrspiel. Die Lintorfer haben keinen Hünen hinten drin stehen, den man wegen dessen Länge kaum überspringen kann. Es ist die Beweglichkeit aller, die den Verbund so stark macht. Egal, wer sich gerade auf der Platte befindet. Wobei freilich Daniel Ziebold, Tim Bauerfeld, Christoph Lesch, Max Kronenberg und Stefan Sossalla allein schon wegen ihrer Routine etwas heraus stechen. Aber fällt einer aus, ist der Nächste eigentlich nicht schwächer.

Dabei hat der LTV mit Erwin Reinacher einen Hochkaräter im Angriff. Aber der zog es in der Regel vor, auf der Bank zu sitzen. Ratlosigkeit war das, keine Müdigkeit. Nur sechs Gegentore wurden im ersten Durchgang hingenommen. Wobei im Angriff zweimal der sonst starke Niki Töpfer, Kronenberg und auch Kevin Held bei ihren Tempogegenstöße völlig frei am LTV-Keeper Mark Rost scheiterten. So meinte der Fußball-Kenner Werner Uferkamp, der viele Freunde mit in die Halle gelockt hatte, zur Pause: "Wenn diese vier Dinger drin gewesen wären, dann wären die Punkte schon im Gepäck."

"Das waren unsere besten 60 Minuten in der gesamten Saison"m sagte Trainer Beckers. Und Manager Kalle Töpfer: "Es gab zuletzt trotz zwei Siegen gewisse Kritik. Diesmal hat die Mannschaft begeistert. Nun geht es in zwei Wochen nach Mettmann. Wir sind gerüstet." Am Herrenhaus wird der Teufel los sein.

TuS08: Töpfer, Gerdes - Ziebold 3, Löwenstein 2, Sossalla 2, Bauerfeld 1, Friedrich, Niki Töpfer 1, Held 2, Kronenberg 5, Lesch 6, Rose 1, Wettemann 6/1. Zuschauer: 210

Quelle: RP
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