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Ratingen
Stadt gibt Geld für den Klimaschutz aus

Ratingen: Stadt gibt Geld für den Klimaschutz aus
Mit frischer Energie für den Klimaschutz (von links): Projektleiter David Sommer, Stadtwerke- Chef Friedrich Schnadt und Bürgermeister Klaus Konrad Pesch an der Elektrozapfsäule bei den Stadtwerken. FOTO: achim blazy
Ratingen. Das erste große Konzept für eine bessere Umwelt soll Anfang 2017 fertig sein. Bürger planen und gestalten mit. Von Norbert Kleeberg

Das Vorhaben ist wirklich ambitioniert und hat rein gar nichts mit einer Alibi-Veranstaltung zu tun. Noch nie hat sich die Stadt derart ehrgeizige Ziele in Sachen Klimaschutz gesetzt: Bis Anfang 2017 soll es ein großes Konzept für eine bessere Umwelt und weniger CO2-Emissionen geben - mit weitreichenden Folgen in die nächsten Jahrzehnte hinein.

Die Lenkungsgruppe "Klimaschutz der Stadt Ratingen" unter Leitung von Bürgermeister Klaus Konrad Pesch stellte gestern in den Räumen der Stadtwerke den Zeitplan des Projektes vor. Dies vorweg: Die Stadt hat sich professionelle Hilfe geholt - und zwar das Unternehmen "infas enermetric Consulting GmbH" aus Greven, das unter anderem Beratungsleistungen für Energie- und Klimaschutzkonzepte und deren Umsetzung anbietet.

David Sommer ist der Projektleiter. Er verspricht sich von der Initiative ein kompaktes Maßnahmenbündel und hofft, dass möglichst viele Bürger bei den angebotenen Workshops mitmachen. "Eine Teilnehmerzahl zwischen 20 und 30 pro Workshop wäre schon gut", betonte Sommer.

Das Thema Klimaschutz ist in Ratingen ein Klassiker: Die Arbeitsgruppe, die bei der Stadt angesiedelt ist, engagiert sich in zehn Leitprojekten wie zum Beispiel beim Aufbau der zentralen Leittechnik für städtische Gebäude und beim Masterplan Radverkehr, der für die Stadt immer wichtiger wird. Pesch betonte: "Als aktiver Radfahrer und großer Fan des Projektes Stadtradeln weiß ich, dass die sportliche Betätigung nicht nur persönlich gut tut, sondern natürlich auch gut für unser Klima ist." Zudem gibt es in Ratingen den beharrlich im Hintergrund wirkenden Klimabeirat (Vorsitz: Jürgen Lindemann), der immer wieder Impulse zu Diskussionen und konkreten Verbesserungen gibt.

Nun will man den Klimaschutz in die breite Fläche tragen und eine handlungspolitische Strategie entwickeln. Das Projekt eröffne die Chance, Klimaschutz in Ratingen messbar zu machen, die bisherige Arbeit auf den Prüfstand zu stellen sowie alle Projekte und Maßnahmen in der Stadt zusammenzubringen, heißt es aus der Lenkungsgruppe, die mit ihrer Arbeit bereits begonnen hat.

Das Projekt richtet sich auch an Vereine und Institutionen, an Landwirte, Handwerker, Bildungseinrichtungen, Dienstleister und Organisationen. Bei einer Auftaktveranstaltung am 19. Mai werden die Beteiligungsmöglichkeiten vorgestellt. Dabei wird es um eine Bestandsaufnahme der bisherigen Maßnahmen gehen, aber auch um die weiteren Schritte. Bei den drei Workshops geht es jeweils um die Bereiche "Leben, bewegen und arbeiten in Ratingen". Bürger sollen sich mit ihren Ideen ausdrücklich einbringen. Das Projekt hat aber auch einen finanziellen Aspekt: Es soll aufzeigen, welche Fördermöglichen für konkreten Klimaschutz bestehen. Möglicherweise könnte die Stadt, so Jochen Kral, der Technische Beigeordnete, in absehbarer Zeit einen Klimaschutz-Manager beschäftigen.

Quelle: RP
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