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Ratingen
"Stadt muss Personalkosten reduzieren"

Ratingen. Der Unternehmensverband (UVR) hält den eingeschlagenen Weg für alternativlos.

Die Stadt muss sparen - auch beim Personal. So sieht es der Unternehmensverband (UVR) in seiner aktuellen Stellungnahme zum Doppelhaushalt 2016/2017.

Seit vielen Jahren fordert der UVR, Einsparpotenziale bei den Personalkosten zu erkennen und zu heben. Von Jahr zu Jahr waren die Personalkosten gestiegen - nicht nur im Umfang der prozentualen Entgelterhöhungen, sondern häufig darüber hinaus durch Ausweisung immer neuer zusätzlicher Stellen, die angeblich "alternativlos" waren.

"Daher begrüßen wir es sehr, dass nun erstmals echte Anstrengungen unternommen werden, die Steigerung der Personalkosten zu begrenzen und durch Personalreduzierung diesen Kostenblock zu konsolidieren", so der UVR-Vorsitzende Olaf Tünkers und UVR-Geschäftsführer Dr. Axel Mauersberger. Bis zum Jahr 2020 sollen insgesamt sechs Prozent der ämterbezogenen Stellen eingespart werden. Dieses Ziel sei realistisch und pragmatisch, denn es kann vollständig ohne Kündigungen allein durch Nutzung der natürlichen Fluktuation und dadurch erreicht werden, dass Stellen nicht wiederbesetzt werden, deren Inhaber in Pension gehen. Mancher Unternehmer wäre froh, wenn er in finanziell schlechten Zeiten mit einer solchen "sanften" Personalreduzierung das Unternehmen wieder auf Kurs bringen könnte. Der Verwaltungsvorstand der Stadt hat daher die volle Unterstützung der Ratinger Wirtschaft für dieses Personalkonzept. Im Rahmen des Personalkonzepts muss nach Auffassung der Ratinger Wirtschaft aber auch geprüft werden, welche Aufgaben unbedingt von der Kommune selbst mit eigenem Personal erledigt werden müssen und welche Aufgaben man delegieren kann.

Aus UVR-Sicht gilt es herauszufinden, welche Vorgänge automatisiert und welche Prozesse optimiert werden können. Dazu gehört auch, dass in einem ersten Schritt festgestellt wird, welche Dienstleistungen der Stadt welche Kosten verursachen.

Hinsichtlich möglicher Einsparungen bei den freiwilligen Zuschüssen bleibt der UVR beim Vorschlag aus dem Vorjahr: Nach der Rasenmäher-Methode sollten diese prozentual gleichmäßig gekürzt werden, bis das Einsparziel erreicht ist. Außerdem muss verhindert werden, dass im Laufe der Haushaltsberatungen neue Zuschüsse vorgeschlagen und gewährt werden. Eine Ausnahme mag hier die Unterstützung von Freiwilligen sein, die sich ehrenamtlich um Geflüchtete kümmern. Jeder hier eingesetzter Euro wird sich mehrfach bezahlt machen.

Quelle: RP
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