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Spende
3000 historische Fotos für Lenneparchiv

Spende: 3000 historische Fotos für Lenneparchiv
Lennephistoriker Dr. Wilhelm R. Schmidt (rechts) und Harald Blondrath freuen sich über die Spende eines "Urlennepers": mehr als 3000 historische Fotos aus alter Zeit. FOTO: privat.
Remscheid. Mehr als 3000 historische Lennepfotos in 27 Präsentationsmappen hat ein Spender, der ungenannt bleiben will, dem Lennephistoriker Dr. Wilhelm R. Schmidt übergeben.

Der Spender, der sich aufgrund seiner örtlichen Herkunft aus der Vorzeit der Eingemeindung selbst als Urlenneper bezeichnet, übergab dem Lennephistoriker Dr. Wilhelm R. Schmidt mehr als zwanzig dicke Alben mit von ihm selbst im Verlauf von über 40 Jahren "geschossenen" Lennepfotos. Der Mann , hat durch sein vieljähriges Interesse an der Heimatstadt und sein Fotohobby seine rund 3000 Aufnahmen aus allen Teilen des heutigen Stadtteils in Sichtmappen und zum größten Teil mit Aufklebeschildchen erläutert. So kann man Aufnahmedatum, Straßen und Häuser, teilweise mit alter oder moderner Lenneper Hausnummer, besser identifizieren. Zusätzlich wurden Presseartikel aus den verschiedensten Jahrzehnten, Bild- und Textausrisse aus Zeitungen und Büchern zur Erklärung beigegeben.

Remscheid - Sightseeing in Bildern FOTO: Nico Hertgen

Aus Altersgründen wollte der Spender seine wertvolle Sammlung nun an eine geeignete Person weitergeben, in dem auf lange Zeit sicheren Bewusstsein, dass sein Freizeitlebenswerk erhalten und mehr noch: sinnvoll genutzt wird. Über den Verein Lennep Offensiv und dessen rührigen Mitstreiter Harald Blondrath alias Wilhelm Conrad Röntgen stieß er auf das Lenneparchiv von Dr. Schmidt, an dessen Rundgängen und Veranstaltungen er schon seit fünfzehn Jahren teilnahm. Beide waren übrigens Mitglieder des heute nicht mehr existenten Vereins der Lenneper Altstadtfreunde, die im Jahre 2013 sozusagen als eine ihrer letzten Aktionen Schmidts 750 Einheiten umfassende Sammlung von Lenneper Ansichtskarten für das Stadtarchiv Remscheid sicherte.

Die nunmehr in das Schmidtsche Lenneparchiv gelangten über 3000 zusätzlichen Lennepfotos stellen dort einen idealen Zuwachs dar, weil sie die dort befindlichen historischen Einheiten ergänzen, so dass der Betrachter sehen kann, wie es früher und wie es später in Lennep ausgesehen hat.

Das Lenneparchiv ist mit dem neuen Zuwachs in seinem Bildteil, es gibt dort weiterhin zahlreiche Sachteile, stark angewachsen. Eine Zusammenschau der früheren und jetzigen Bildmaterialien ergibt sich aus dem gleichen Ordnungsprinzip: überwiegend wurde nach dem Alphabet der Lenneper Straßenbezeichnungen und Örtlichkeiten abgelegt, und zwar in dokumentenechten und weichmacherfreien Fotohüllen. Diese sind, das weiß Dr. Schmidt als ehemaliger Archiv- und Bibliotheksdirektor selbst nur zu genau, aus archivischer Sicht zwar in Bezug auf die Langzeiterhaltung problematisch und letztlich nicht geeignet. Sie sind jedoch bei einer laufenden aktiven Nutzung absolut notwendig, weil man nur so, zumal im Einmannbetrieb, einen schnellen Zugriff auf mehr als 10000 Dokumente ermöglichen kann.

Quelle: RP
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