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Remscheid
Ampel soll Stau verhindern

Remscheid: Ampel soll Stau verhindern
An der Kreuzung Vieringhausen wird sich der Verkehr bald stauen, weil viele Solinger über die Vieringhauser Straße links nach Solingen abbiegen. Unterburg wird gesperrt. Neuinstallierte Ampeln sollen ein Chaos verhindern. FOTO: Jürgen Moll
Remscheid. Langzeit-Baustelle in Unterburg wird Kreuzung in Vieringhausen belasten. Von Henning Röser

Die geplanten Arbeiten zum Hochwasserschutz in Unterburg und die damit verbundenen Umleitungen werden ab Juni für einen starken Zuwachs des Verkehrs an der schon jetzt viel befahrenen Kreuzung Vieringhausen sorgen. In dieser Einschätzung waren sich Politiker und Stadtverwaltung am Dienstabend einig in der Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid.

Alexa Bell (CDU) rechnet gar mit einer Verdreifachung des Verkehrs. Sie prophezeite Rückstaus bis zur Clarenbach-Kirche im Berufsverkehr.

Wie berichtet, wird die Eschbachstraße langfristig gesperrt. Über Müngsten und Westhausen wird der Verkehr in der Bauphase nach Vieringhausen geführt. Von dort geht es über die Solinger Straße in die Klingenstadt. Insgesamt veranschlagt Solingen 18 Monate für die Baumaßnahme.

Die von der CDU-Ratsfrau genannten Zahlen will Jürgen Beckmann vom Ordnungsamt nicht bestätigen, aber auch er sieht "eine Fülle von Konflikten", die sich durch diese neue Situation ergeben. Heute gibt es ein Treffen, bei dem über Lösungen gesprochen wird. Aus Beckmanns Sicht "läuft alles auf eine Ampelregelung heraus". Denn bislang schaffen es im Berufsverkehr gerade mal zwei Autos hintereinander als Linksabbieger über die Kreuzung hinunter zur Solinger Straße. Und deren Fahrer müssten schon mutig sein, denn der Verkehr stadtauswärts ist zu dieser Zeit sehr stark, sagte Beckmann. Denkbar sei, die Ampel in der Nacht abzuschalten.

Einigkeit herrscht auch darüber, dass die Losenbücheler Straße als mögliche Abkürzung ausgeschlossen werden muss. Den unfallträchtigen Bereich der Einmündung in die Solinger Straße habe man unter anderem durch die Aufstellung eines Blitzers für den Verkehr stadteinwärts gerade in den Griff bekommen, sagte Beckmann. Neue Gefahrenmomente durch Linkabbieger nach Solingen will man verhindern. Gleichzeitig will man die Anlieger der Straße nicht zu stark belasten. Möglich sei, dass diese künftig einen großen Umweg fahren müssen, wenn sie Richtung Müngsten wollen. Sicherheit gehe aber im Zweifel vor.

Alexa Bell regte an, die zukünftigen Verkehrsströme durch eine Computersimualtion visualisieren zu lassen, um so eine bessere Entscheidungsgrundlage zu haben. Beckmann weiß nicht, ob er Zugriff auf diese Technik haben wird. Er wollte "keine Zusage machen", sicherte aber zu, dass die Stadt die Entwicklung an der Kreuzung permanent im Blick haben und schnell reagieren werde, wenn sich Probleme auftun. Zeit genug habe man ja in Anbetracht der langen Bauphase in Unterburg.

Quelle: RP
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