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Schwerpunkt Sport In Remscheid
Ballfangzaun soll noch 2018 fertig sein

Schwerpunkt Sport In Remscheid: Ballfangzaun soll noch 2018 fertig sein
FOTO: Moll Jürgen
Remscheid. Sportausschuss stimmt dem Bau der 81.000 teuren Anlage zu. Die Anwohner sollen endlich geschützt werden. Von Henning Röser

Die Dauerposse um den nicht ausreichend hohen Ballfangzaun am Jahnplatz in Lüttringhausen soll noch in diesem Jahr ein Ende finden. Einstimmig sprach sich der Sportausschuss am Mittwochabend für die Errichtung einer neuen, zwölf Meter hohen Anlage aus. Der bisherige Zaun ist nur acht Meter hoch. Er erfüllt seinen Zweck nicht ausreichend.

Die 81.000 Euro teure neue Anlage, die auf dem Sportplatz errichtet werden soll, soll verhindern, dass weiterhin im Sportbetrieb Bälle auf das Nachbargrundstück der Familie Hülsenbeck fliegen. Die Hülsenbecks haben mit rechtlichen Konsequenzen gedroht, falls die Stadt nicht aktiv wird und ausreichende Schutzmaßnahmen ergreift.

Wie Michael Zirngiebl. Leiter der Technischen Betriebe (TBR), erklärte, könnte der Zaun Ende des Jahres stehen, wenn alles glatt läuft. Die vom Ausschuss beschlossene Variante habe den Vorteil, dass dafür keine Bäume gefällt werden müssen. Damit die Laufbahn nicht in Mitleidenschaft gezogen wird, zieht sich der neue Zaun nicht über die ganze Breite des Spielfeldes, sondern konzentriert sich auf den Bereich des Strafraumes. Erschwert werden die Arbeiten dadurch, dass die Masten in einer historischen Bruchsteinmauer gegründet werden müssen. Das letzte Wort hat der Rat im Mai.

Wie berichtet, klagt die Anwohner-Familie schon sehr lange über entstandene Schäden an ihrem Haus und auf ihrem Grundstück. Sie entstehen sowohl direkt durch die überfliegenden Bälle, als auch durch Sportler, die unerlaubterweise auf das Grundstück klettern, um die Sportgeräte zurückzuholen.

"Wer über den Zaun klettert, begeht Hausfriedensbruch", machte Zirngiebl klar. Sportamtsleiter Martin Sternkopf berichtete, dass es bereits einen Polizeieinsatz zu diesem Thema gegeben hat. Der Platzwart sei angewiesen, gegenüber den Nutzern auf die Einhaltung der Regeln zu pochen.

Markus Kötter (CDU), Vorsitzender des Sportausschusses, richtete den Blick auf die nächsten Monate. Wie die Stadt sicherstellen wolle, dass es in der Zeit bis zur Errichtung keinen weitere Ärger gebe, fragte er die Vertreter der Stadt.

Dem FC Remscheid, der als einziger Verein die Anlage nutzt, sei in der Vergangenheit mehrfach klar gemacht worden, dass auf die Seite, auf der die Anlieger wohnen, kein Torschusstraining stattfinden darf, sagte Sternkopf. Auch sei den einzelnen Trainern bekannt, dass den Spielern ein Überklettern der Grundstücksgrenzen nicht erlaubt sei. Bei einem Zuwiderhandeln drohe eine Platzsperre.

Für Kötter ist der Zeitpunkt erreicht, an dem die Stadt zeigen muss, dass sie es nicht nur bei Ankündigen belässt, sondern bei Verstoß auch Taten folgen lassen will. Dafür gab es gleich ein zustimmendes Kopfnicken von Martin Sternkopf.

Quelle: RP
 
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