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Remscheid
Die Liebe zum Bergischen weitergeben

Remscheid: Die Liebe zum Bergischen weitergeben
Naturerlebnisse mit Geocaching sind gefragt. FOTO: Archiv
Remscheid. Geocaching, Stadt- und Krimiführungen - die Angebote der Freizeitagentur "378meter" werden gut nachgefragt. Von Hagen Thiele

Christoph Imber liebt das Bergische Land. Diese Liebe möchte er auch anderen Menschen nahe bringen und gründete Anfang 2013 die Freizeitagentur 378meter, die er symbolisch nach dem Brodtberg, der höchsten Erhebung Remscheids, benannte. Das Konzept, Stadtführungen und Erlebnisse der Bergischen Art anzubieten, geht auf. Die Zahl der Tagestouristen steigt.

Das sechsköpfige Team brachte im vergangenen Jahr bei 281 Führungen 1942 Teilnehmern Remscheid auf etwas andere Weise näher. Bei mittelalterlichen Führungen erforschte man den historischen Stadtkern Lenneps oder wagte nächtliche Erkundungstouren durch das Eschbachtal. Auswärtige Gäste, die sich vor allem aus Gruppen und Unternehmen zusammensetzen, machen dabei rund 36 Prozent aus. Unternehmen aus ganz Nordrhein-Westfalen buchen mittlerweile regelmäßig Erlebnisse wie den "Mord in der Altstadt" sowie "Geocaching-Touren", um als Firma oder Abteilung den Teamgeist zu stärken oder einfach bei einer Weihnachtsfeier das Bergische Land kennenzulernen.

Seit mehr als zwei jahren betreibt Christoph Imber die Freizeitagentur "378meter". Unter anderem beteiligt er sich auch an den Festivals der Stadt und siehr sich selbst als Netzwerker. FOTO: Hertgen, Nico (hn-)

"Für Großstädter ist es ein richtiges Naturerlebnis, wenn sie beim Geocaching etwa einer freilaufenden Gans begegnen", sagt Imber. Die Firmenchefs sind zufrieden, was sich in weiteren Buchungen zeigt. Oft empfehlen sie 387meter auch an andere Unternehmen weiter.

Imber sieht das als Indiz, dass er mit 378meter auf dem richtigen Weg ist. "Die täglich wachsende Nachfrage nach regionalen Produkten und Erlebnissen zeigt, dass sich in Remscheid nachhaltig etwas zum Positiven bewegt", meint der gerade einmal 29 Jahre alte Geschäftsführer, der mit der "ErlebBar" jüngst ein Tourismusbüro und Café an der Hindenburgstraße eröffnet hat. 2015 stieg die Nachfrage für bergische Erlebnisse noch einmal um 40 Prozent. Mit der "ErlebBar" informiert 378meter nicht nur über eigene Angebote, sondern bietet in Zusammenarbeit mit der Stadt Remscheid und dem Bergisch Land Tourismus Marketing eine allgemeine Übersicht über Aktivitäten, Veranstaltungen und Stadtführungen im Bergischen Land. Der Netzwerkgedanke ist Imber wichtig. "Wir wollen die Stadt stärken", sagt er. So sind viele Führungen so konzipiert, dass sie die regionale Gastronomie in das Erlebnis mit einbinden. Am Ende steht eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.

Remscheid - Sightseeing in Bildern FOTO: Nico Hertgen

Deswegen beteiligt sich 387meter auch an der Organisation und Durchführung großer Events wie zuletzt beim Löwen Festivals und der Remscheider Kirmes. Als Mitglied der Wirtschaftsjunioren Remscheid setzt sich Imber zudem für eine Stärkung des Netzwerks von jungen Unternehmern und Führungskräften in Remscheid ein und hofft, das weitere junge Remscheider seinem Beispiel folgen und sich womöglich gar eine Gründerkultur in Remscheid etabliert.

Für das nächste Halbjahr plant 378meter die "ErlebBar" als Ausgangspunkt für Erlebnisse zu wählen. Gedacht ist unter anderem an eine Kneipentour. Allerdings sollen auch andere Orte wie der Stadtfriedhof am Markt erkundet werden und - wenn die Planungen abgeschlossen sind - eine Krimiführung die dunklen Seiten der Innenstadt aufdecken.

Quelle: RP
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