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Remscheid
Geduldsprobe für Autofahrer

Remscheid: Geduldsprobe für Autofahrer
Für die Strecke in die Innenstadt, die normalerweise in gut drei Minuten zu schaffen sein wollte, braucht es manchmal 25 Minuten. FOTO: Peiseler
Remscheid. Noch bis zum Frühjahr wird an der Reinshagener Straße gearbeitet. Von Christian Peiseler

7.40 Uhr auf der Reinshagener Straße Richtung Innenstadt. Es nieselt leicht. Die Sonne ist noch nicht so richtig wach, viele rote Rücklichter leuchten. Der Verkehr steht. Noch vor der Abbiegung zum Friedhof Reinshagen befindet sich an diesem Dienstag das Ende der Schlange von Autos, die alle Richtung Innenstadt fahren wollen. Für eine Strecke, die man normalerweise in guten drei Minuten fährt, braucht es diesmal 25 Minuten. Grund für die unliebsame Verlängerung der Fahrt zur Arbeit ist eine Baustelle in Güldenwerth.

Seit ein paar Wochen reißen kurz hinter der Zufahrt zum Güldenwer-ther Bahnhof Bagger die Straße und Bürgersteige auf, um neue Gasleitungen zu verlegen. Weil die Rohre in diesem Abschnitt so nah an der Fahrbahn liegen, steht nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Eine Ampel regelt die Durchfahrt.

"Grund für die Staus ist das zu bestimmten Zeiten hohe Verkehrsaufkommen", sagt Jürgen Beckmann, Leiter des Ordnungsamtes. Nachdem vor ein paar Wochen die Ampelanlage komplett ausgefallen war, herrschte für zwei Stunden Chaos an dieser Stelle. So viel Zeit brauchte die Baufirma, bis die Anlage ihre Funktion wieder ausüben konnte. "Wir haben die Anlage überprüft. Sie ist von der Taktung in Ordnung", sagt Beckmann. Zu anderen Tageszeiten laufe der Verkehr dort ohne größere Probleme.

9.40 Uhr am Montag. Eine Ampelphase dauert es, bis das Nadelöhr durchquert ist. Kein Problem.

9.40 Uhr am Mittwoch. Vier Ampelphasen dauert es, bis man grünes Licht zur Durchfahrt bekommt. Ein hohes Verkehrsaufkommen gab es nicht, dafür musste ein doppelachsiger Laster rückwärts in einen Firmenhof einbiegen.

"Ich gehe davon aus, dass die Baustelle noch bis zum Frühjahr dort sein wird", sagt Beckmann. Bis zur Tannenstraße sollen die Gasrohre erneuert werden. Noch ist nicht abzusehen, ob es eine Rückkehr zur Zweispurigkeit geben wird. Zu Spitzenzeiten lohnt sich der etwas weitere Weg über Unterburg und Ehringhausen, um in die Innenstadt zu gelangen ohne zu viel Zeitverlust.

Quelle: RP
 
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