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Remscheid
Gips-Plastiken von Henry Moore im Skulpturenpark

Remscheid. Henry Moore (1898-1986) gehört zu den einflussreichsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Während er vor allem für seine monumentalen Bronze- und Steinskulpturen bekannt ist, wurden seine Gipsplastiken bis vor kurzem eher als Vorarbeiten statt als eigenständige Werke angesehen. Tony Cragg zeigt nun einige in den beiden Hallen in seinem Skulpturengarten.

Tatsächlich vermitteln deren vernarbte Oberflächen, auf denen jede eingeschnittene Linie sichtbar ist, jedoch stärker als die fertiggestellten Bronzen ein Gefühl der Unmittelbarkeit und eine Komplexität der Textur, die ihnen eine beunruhigende Intensität verleiht. Der Bildhauer hat zunächst viele Gipsarbeiten vernichtet, weil er befürchtete, es gäbe danach zu viele Abdrücke seiner Plastiken. Moore, der sich der psychologischen und ästhetischen Veränderungen durchaus bewusst war, die mit dem Bronzeabguss einhergehen, schuf später einige Werke nur in Gips. Am Ende seiner Karriere im Jahr 1986 erklärte er: "Gips besitzt eine geisterhafte Unwirklichkeit im Gegensatz zur soliden Kraft der Bronze".

Die Führung am Freitag, 29. April, verbindet einen Rundgang durch die Ausstellung mit einer anschließenden Teezeit im Café Podest. Ablauf 15 bis 16:30 Uhr und 16:30 - 18 Uhr Teezeit im Café Podest. 32 Euro, Reservierung unter 0202 47898120.

(cip)
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