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Remscheid
Große Freude über Trostpflaster mit Fell

Remscheid: Große Freude über Trostpflaster mit Fell
Polizist Sebastian Gärtner übergab gestern den Kindern Ebuka und Lakisha zwei neue Häschen, die sie über den Verlust ihrer Haustiere hinwegtrösten sollen. Margit Stoltenhoff (l.) freute sich mit den Kindern über das Geschenk. FOTO: Moll, Jürgen (jumo)
Remscheid. Polizist Sebastian Gärtner schenkte Kindern nach Brand zwei kleine Hasen. Ihre Langohren waren im Feuer gestorben. Von Anna Mazzalupi

Die Augen von Ebuka (2) und Lakisha (5) können wieder leuchten. Nachdem die Kinder vor rund zehn Tagen ihre Hasen beim Wohnungsbrand in der Christianstraße verloren hatten, gibt es in der Übergangswohnung nun zwei neue kuschelige Kaninchen.

Polizist Sebastian Gärtner hatte sich spontan entschlossen, der Familie die neuen Langohren mit seinem privaten Geld zu schenken. Denn der Einsatz am 8. Dezember war auch für den 33-jährigen Motorradpolizisten kein alltäglicher. Als er am Brandort ankam, stand die vierköpfige Familie bereits auf der Straße. Die Kinder hatten nur ihre Schlafanzüge an. Deshalb überlegte er nicht lange und deckte sie mit seiner Kleidung ein. Bis die Familie ins Krankenhaus gebracht wurde, kümmerte er sich um die Geschwister.

"Wenn aus den Kinderaugen Krokodilstränen kullern, dann ist da nichts mehr mit cool bleiben. Da bricht einem selbst das Herz", sagte Gärtner gestern, als die Kinder mit den Babyhasen sowie zugehörigen Stall überrascht wurden. Zoo Markt Koonen, den Gärtner für die Aktion angesprochen hat, spendete zudem Futter und Stroh für die nächsten Wochen. Auch die Kosten der Kastration des Männchens will das Unternehmen übernehmen.

"Sebastian Gärtner ist jetzt der Held für die Kinder. Sie haben ihn richtig ins Herz geschlossen", merkte Mutter Mona Klähn (43) an. Als Dank heißt eins der Kaninchen Basti. Das Weibchen wurde auf Nadine getauft - weil das Ehepaar Nadine und Dennis Marker von Marker Immobilienservice in den letzten Tagen immer für die Vier da war und zur Möbelspende aufrief. "Dafür bin ich sehr dankbar. Auch für die vielen Spenden der Remscheider", sagte Klähn. Eine neue Wohnung außerhalb Remscheids ist auch schon gefunden, in die die Familie zwischen den Feiertagen umziehen will. Auch hierbei werden sie die Markers unterstützen, obwohl die Wohnung nicht zum Bestand gehört. Klähn hofft, dass die Familie dort wieder zur Ruhe kommt. Vor allem ihre Töchter Lakisha und Jasmin (21) seien traumatisiert, da sie den Tod der Hasen in den Flammen mit ansehen mussten. Als Brandursache sieht die Polizei einen technischen Defekt. Immobilienservice Marker beginnt im Januar mit der Instandsetzung mit der Wohnung.

Quelle: RP
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