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Remscheid
Hilfe auch bei Cybermobbing und Stalking

Remscheid. Bundesvorsitzende berichtet bei Altstadtgespräch über die Arbeit des Weißen Rings. Von Gerhard Pick

Dieses "Lenneper Altstadtgespräch" am Dienstag hätte sicher mehr Resonanz verdient, denn die Lenneper CDU als Veranstalter hatte mit der Bundesvorsitzenden des Weißen Rings, Roswitha Müller-Piepenkötter, eine Expertin für die aktuelle Gewalt- und Opferschutz-Debatte gewonnen. Trotzdem blieben noch einige Plätze frei in der "Black Box" im Röntgen-Museum, sodass die Lenneper CDU-Stadtbezirksvorsitzende Tanja Kreimendahl eine "sehr gemütliche Runde" begrüßte, in der die Remscheider Juristin und ehemalige Justizministerin des Landes NRW über den "Weißen Ring" berichtete, den sie seit fünf Jahren als Vorsitzende leitet.

Der bundesweit etablierte gemeinnützige Verein hat sich die Unterstützung von Kriminalitätsopfern und Verhütung von Straftaten zur Aufgabe gemacht und ist in jeder kreisfreien Stadt des Landes mit einer Außenstelle vertreten. "Auch in Remscheid", betonte die Referentin, als sie in einem kurzen, einleitenden Referat ihre Organisation vorstellte und für aktive und passive Unterstützung warb. Denn die 1976 gegründete Organisation unterhält 420 Außenstellen in Deutschland mit etwa 3000 ehrenamtlichen Mitarbeitern, die sich um die vielfältigen Hilfeersuchenden kümmern oder sich für Verhütung von Straftaten engagieren.

Inzwischen widmet sich der Weiße Ring auch dem modernen Cybermobbing und dem "Stalking", wo er Gesetzeslücken schließen möchte. Anhand einiger Beispiele machte Müller-Piepenkötter die Bedeutung des Engagements deutlich und die Notwendigkeit, sich als nicht-staatliche Organisation zu engagieren. Dazu ist der Verein auf viele Mitarbeiter angewiesen, sowohl aktive, die sich um Kriminalitätsopfer kümmern, als auch passive, die mit ihren Beiträgen helfen. "Offenbar macht helfen glücklich", fasste die Referentin Erfahrungen in Gesprächen mit Mitgliedern ihrer Organisation zusammen. Dem packenden Referat folgte eine lebhafte Aussprache, in der Müller-Piepenkötter geduldig Fragen beantwortete. Zu persönlichen Einzelfällen ebenso wie zur Bedeutung von "Europa" für die Opferhilfe, die sich positiv auswirke. Am Ende gab es für die Referentin einen großen Blumenstrauß und für die Besucher reichlich Informationsmaterial über den Weißen Ring. Den vertritt in unserer Stadt Klaus-Dieter Troll, der die Remscheider Außenstelle des Weißen Rings leitet. Kontaktdaten: Weißer Ring e. V., Telefon: 02191 386000, Telefax: 02191 931599.

Quelle: RP
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