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Remscheid
Horrorgeschichte weckt Gänsehaut

Remscheid: Horrorgeschichte weckt Gänsehaut
Mit viel Spielfreude und nur wenigen Requisiten führte das Ensemble das 40-minütige Stück "Invasion der Horrorameisen" auf. FOTO: Jürgen Moll
Remscheid. Das Hörspiel "Invasion der Horrorameisen", das in der Theaterwerkstatt des WTT und der MKS entstand, feierte am Samstag Premiere. Von Anna Mazzalupi

Regen, eine Autopanne, ein Mann und eine Frau, die in einer gruseligen Atmosphäre an einer Tür klingeln und um Hilfe bitten wollen. Fast könnte man meinen, es sei die Anfangsszene der "Rocky Horror Picture Show" von Richard O'Brien. Doch die Eingangsszene gehört nicht zu dem bekannten Musical, sondern zum Hörspiel "Invasion der Horrorameisen", das am Samstag Premiere im Westdeutschen Tournee Theater (WTT) feierte.

Das rund 40-minütige Stück entstand im letzten halben Jahr in der Theaterwerkstatt vom WTT und der Musik- und Kunstschule Remscheid (MKS). Sechs engagierte Jugendliche sprachen unter Regie von WTT-Schauspieler Björn Lenz und MKS-Leiter Stefan Steinröhder die Charaktere ein und probten die Rollen auf der Bühne. Das Hörspiel auf die Bühne zu bringen, war eine Herausforderung, die das junge Ensemble gut meisterte.

Stimmen und Geräusche liefen vom Band, Gestik und Mimik wurden live vor den über 40 Premierengästen performt. Der Text wurde dabei auf den Punkt genau lautlos nachgesprochen, was irgendwie skurril und ein wenig wie Pantomime wirkte.

Mit nur wenig Requisiten - vier Stühle dienten als Auto, weiße Würfel als Haustrümmer und Berglandschaft - stellte die Darsteller die Geschichte nach, bei der der ruhige und beschauliche Ort Dustville Gefahr läuft, von mutierten Riesenameisen zerstört zu werden. Der Erzähler (Justin Estradas) führt das Publikum durch die humorvolle und Science Fiction-Horror-lastige Welt, in der Harry (Lukas Mitterholzer) und seine Schwester Joanne (Pia Remmel) die Ersten sind, die während ihrer Autopanne auf das merkwürdige Treiben aufmerksam werden.

Sie finden zwei Leichen in einem zertrümmerten Haus, die auf seltsame Weise verschwunden sind, als sie mit dem Sheriff von Dustville (herrlich stereotypisch als Cowboymacho-Verschnitt gespielt von Mehmet Aydin) zu einem späteren Zeitpunkt zurückkehren. Ärztin Doris Barn (Katrin Hölter) und Harry sind es, die den Horrorkreaturen, die durch nukleare Strahlen mutierten, begegnen und entkommen können. Zu abgehoben klingt das Erzählte, als dass ihnen der Sheriff glauben will. Fast scheint es zu spät, Dustville wird von den Insekten angegriffen. Da fällt Harry die Tonbandaufnahme wieder ein, die er und Barn nach dem Angriff auf sie gemacht hatten. Die Geräusche vertreiben die Kreaturen in ihren Bau, in dem sie dann letztlich getötet werden. Mit leichter Ironie und viel Spielfreude bringen die Jugendlichen das Hörspiel auf die Bühne, bei dem man unweigerlich an alte schwarz-weiß Horrorfilme denkt. Große Fühler und riesen Ameisenmünder bauen sich vor dem inneren Auge auf und sorgen so für den gewissen Ekelfaktor.

Quelle: RP
 
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