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Remscheid
Hospizverein sucht jetzt ein Grundstück

Remscheid: Hospizverein sucht jetzt ein Grundstück
Sozialdezernent Thomas Neuhaus (l.) ist neu im Vorstand des Hospizvereins. Am Bauwagen traf er sich mit (v.l.n.r.) Uwe Leicht (Stiftung Tannenhof), Dr. Frank Neveling, Prof. Artur Wehmeier und dem Vorsitzenden Andreas Holthaus. FOTO: Moll
Remscheid. Die Finanzierung ist fast gesichert. Nun geht es in die konkrete Planung. Sozialdezernent Neuhaus ist neu im Vorstand. Von Stefanie Bona

Das "Ob" ist nicht mehr die Frage und auch das "Wann" soll in naher Zukunft beantwortet werden. Möglichst im nächsten Jahr soll Baustart für ein bergisches Hospiz sein. 832 000 Euro hat der Verein Christliches Hospiz Bergisches Land inzwischen vor allem durch viele kleine und mittelgroße Einzelspenden eingenommen. In diesem Jahr soll die Eine Million noch voll gemacht werden, um dann die zum Bau benötigten restlichen rund 400 000 Euro über Fremdmittel zu finanzieren.

Am Erreichen der Zielgeraden mitarbeiten wird Remscheids Sozialdezernent Thomas Neuhaus, der im Vorstand das Amt des Schriftführers von Gesundheitsamtsleiter Dr. Frank Neveling übernommen hat. Neveling war einer der Impulsgeber für das Projekt und will es auch weiterhin aktiv begleiten, sich aber vom Ehrenamt der Vorstandsarbeit zurückziehen.

"Wir freuen uns, dass wir mit Thomas Neuhaus die gute Vernetzung zur Stadt beibehalten können", sagte Vereinsvorsitzender Andreas Holthaus beim Pressegespräch. Dieser Kontakt wird umso wichtiger, als dass die Planungen nun in eine konkrete Phase übergehen. Der Grundstückssuche für den Hospizbau wird in den nächsten Monaten Priorität eingeräumt. Wie berichtet, will der Verein ein Hospiz für Erwachsene mit dem Einzugsgebiet Remscheid, Radevormwald, Hückeswagen und Wermelskirchen errichten. Also sollte das Gelände von allen Städten gut erreichbar sein. Ein Angebot aus Bergisch Born, das für den Standort favorisiert wurde, kann nach Prüfung durch die Bauverwaltung nicht genutzt werden. "Das Grundstück ist nicht baureif", sagt der Vereinsvorsitzende hinsichtlich des zu berücksichtigenden Landschaftsschutzes.

So hofft der Verein weiterhin auf eine Schenkung einer rund 2500 Quadratmeter großen Fläche, die auch topografisch den angedachten eingeschossigen Bau ermöglicht. Auch eine Nutzung in Erbpacht sei möglich. Wichtig sei auch, dass das Hospiz gut an den öffentlichen Personennahverkehr und an vorhandene Strukturen angebunden ist.

"Angehörige sollen auch in der Nähe mal einen Kaffee trinken können", erklärt Vorstandsmitglied Professor Artur Wehmeier. Der Onkologe und Chefarzt im Remscheider Sana-Klinikum weiß, wie dringend ein Hospiz für Remscheid und die Region ist. "Wir müssen heute die Menschen nach Wuppertal zum Hospiz Dönberg schicken, das aber von Remscheid und besonders aus dem Oberbergischen schlecht zu erreichen ist. Und auch dort gibt es Wartelisten", hat er erfahren.

Um Zuwendungen wird der Vereinsvorstand weiterhin mit seinem Bauwagen als bewährt-originellem Erkennungszeichen werben. Um weitere Mittel in die Vereinskasse zu spülen, wird außerdem am 3. November um 19.30 Uhr das Luftwaffenkorps Münster zugunsten des Hospizvereins im Teo Otto Theater aufspielen.

Konzert Eintrittskarten zum Preis von 20 Euro gibt es über die Theaterkasse unter Telefon 16 26 50 oder online unter www.teo-otto-theater.de.

Quelle: RP
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