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Remscheid
Klinikum behandelte viele stark Betrunkene

Remscheid: Klinikum behandelte viele stark Betrunkene
Christian Blumenstein, stellvertretender pflegerischer Leiter der Notfallambulanz vor dem Eingang am Sana-Klinikum,. FOTO: Moll, Jürgen (jumo)
Remscheid. Das milde Wetter hat Stürze verhindert, so dass die Unfallchirurgen in der Notfallambulanz des Sana-Klinikums einen eher ruhigen Dienst am langen Wochenende verzeichneten. Dies sah in den vergangenen Jahren, als Menschen auf eisglatten Straßen hinfielen und sich vielfach Knochenbrüche zuzogen, anders aus. Von Stefanie Bona

Dafür gab es in der Silvesternacht 2015/16 und speziell nach Mitternacht bis in den frühen Morgen vergleichsweise mehr Alkoholabstürze, berichtete Christian Blumenstein gestern gegenüber der BM.

"Wir hatten das übliche Silvestergeschäft, allerdings mehr Patienten, die durch übermäßigen Alkoholkonsum unsere Hilfe brauchten", sagte der stellvertretende pflegerische Leiter der Notfallambulanz. Etliche Menschen hatten derart tief ins Glas geschaut, dass wegen Ohnmacht oder Kreislaufproblemen der Rettungsdienst alarmiert werden musste. "In einigen Fällen wurde auch der Notarzt verständigt", sagte Blumenstein. Betroffene wurden medizinisch versorgt, bis sie so stabil waren, dass sie die Klinik verlassen konnten. Ist den Leuten das peinlich? "Dem einen ja, dem anderen nicht. Aber vielen Eltern ist es unangenehm, wenn sie ihre gerade volljährigen Kinder aus der Ambulanz abholen müssen, weil sie zu viel getrunken haben." Minderjährige Patienten wurden von der Klinik für Kinder und Jugendliche betreut.

Beim Umgang mit Feuerwerk waren die Remscheider offenkundig umsichtig. "Da gab es nur ein paar Kleinigkeiten - nichts Schwerwiegendes." Dass viele Hausärzte "zwischen den Jahren" geschlossen hatten, bemerkte vor allem der kassenärztliche Notdienst, der direkt neben der Klinikambulanz Patienten behandelt und mit dem Klinikumteam eng kooperiert. Dort sei sehr viel zu tun gewesen, teilweise hätten die Patienten längere Wartezeiten in Kauf nehmen müssen, sagte der Krankenpfleger. Personell hatte sich das Sana-Klinikum in seiner Notfallambulanz auf ein erhöhtes Patientenaufkommen zum Jahreswechsel eingestellt. "Die Erfahrung hat gezeigt, dass man an solchen Tagen mehr Personal braucht", sagte Christian Blumenstein.

Quelle: RP
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