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Remscheid
Kritik an früher Schließung des Freibads Eschbachtal

Remscheid. Verwaltung verweist auf langfristige Planungen.

Schöner als in den letzten Wochen hätte das Wetter für einen Freibadbesuch wohl nicht sein können. Doch schwimmen statt Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in diesen Tagen Modellschiffe und Hunde im Eschbachtal. Sowohl aus der Politik als auch von den Vertretern der Vereine im Sportausschuss hagelte es für diesen Umstand Kritik.

"Ich bin darauf von einigen Leuten angesprochen worden", berichtete Ausschussvorsitzender Markus Kötter. Und Alexander Schmidt (CDU) warf die Frage auf, ob man die Entscheidung zum Saisonende nicht flexibler gestalten könne. Nach dem Motto: Die Wetterprognose ist gut, also lassen wir länger auf. Dies sei nicht so einfach, machte Markus Dobke von der Sportverwaltung deutlich. "Mit ein bisschen Auf- und Zumachen ist das nicht getan." Angefangen von Wasserproben durch Gesundheitsamt über den TÜV-Check bis hin zu Arbeitsverträgen mit den Honorarkräften brauche man für den Badbetrieb einen längeren Vorlauf. Außerdem müssten Urlaubszeiten für die beiden festangestellten Mitarbeiter berücksichtigt werden.

Sportdezernent Thomas Neuhaus und Sportamtsleiter Martin Sternkopf erinnerten an den politischen Auftrag, das Freibad Eschbachtal attraktiver zu machen und durch Veranstaltungen außerhalb des Schwimmbadbetriebs für Einnahmen und damit für finanzielle Stabilität zu sorgen. Dazu trügen Veranstaltungen wie die Schiffsparade des Fördervereins Freibad Eschbachtal und eben auch das Hundeschwimmen bei. "Wir machen das alles, weil wir eine technische Ausrüstung haben, die nicht mehr den heutigen Anforderungen entspricht und nach und nach erneuert werden muss." Einen Veranstaltungstermin, wie den für die Modellschiffbauer, müsse man frühzeitig terminieren.

Im nächsten Jahr soll am 2. September die Band "Köbes Underground" im Eschbachtal spielen. Um derlei populäre Gruppen zu verpflichten, müsse man einen Vorlauf von über einem Jahr einplanen, ergänzte Martin Sternkopf. Trotzdem solle man die Entscheidung zur Schließung des Schwimmbadbetriebs künftig bürgernaher gestalten, forderte Ausschussmitglied Michael Büddicker.

(bona)
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