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Remscheid
Kulturpolitik verlangt bessere Arbeit der Verwaltung

Remscheid. Der Kulturausschuss will von der Verwaltung besser informiert werden. Vorbei sein sollen die Zeiten, in denen die Politiker nur mit einem faktenarmen und manchmal auch inhaltsleeren mündlichen Vortrag bedacht werden. Von Christian Peiseler

"Ich habe die Verwaltung beauftragt, für jede Sitzung zu einem vorgegeben Thema eine Verwaltungsvorlage schriftlich einzureichen", sagt Kulturausschussvorsitzender Karl-Heinz Humpert (CDU). Auf die schriftlichen Vorlagen der einzelnen Institute legt er besonderen Wert. Sie sollen die Grundlage bilden für eine intensive Begleitung der kulturpolitischen Entwicklung in der Stadt. "Wir wollen bei den Entscheidungen mitdiskutieren und sehen, welche konzeptionelle Entwicklung die einzelnen Institute nehmen wollen", sagt Humpert.

Die wichtigsten Einrichtungen wie das Kommunale Bildungszentrum mit Volkshochschule, Musik- und Kunstschule sowie Zentralbibliothek, das Deutsche Röntgenmuseum, das Teo Otto Theater und das Historische Zentrum haben als Hausaufgabe bekommen, sich für die nächsten Sitzungen ausführlich vorzubereiten. Der Kulturausschussvorsitzende erwartet klare Informationen über den Stand der Dinge und geplante Vorhaben in der Zukunft. Da gibt es im Kulturbereich einige Themen zu diskutieren. Wie steht es um die weitere Entwicklung der Kunstschule? Was macht der dritte Bauabschnitt im Röntgenmuseum? Wie ist es um die Akzeptanz des Teo Otto Theaters bei den Besuchern bestellt? Was schlägt die Verwaltung für ein Konzept für das Haus Cleff vor? Sind die Bergischen Symphoniker für die Zukunft seriös finanziert? Die Kulturpolitiker wollen Einfluss nehmen, sagt Humpert. Sie seien für sechs Jahre gewählt.

Auch die Verwaltung wird sich neu im Kulturausschuss präsentieren. Mit Arnd Zimmermann gibt es nun einen neuen Ansprechpartner in der Verwaltung, der beste Kontakte zu allen Bereichen in den Ämtern hat. Vom neuen Kulturmanagement erhofft sich Humpert eine bessere Koordinierung der vielfältigen Aufgaben. Auch das Stadtmarketing gehört nun zum Kulturbereich. Die Abteilung organisiert große Veranstaltungen wie die Kulturnacht oder das Puppenfestival in Lennep.

Mit diesen neuen Weichenstellungen innerhalb der Administration stellt sich Remscheid auf die Zeit nach Kulturdezernent Christian Henkelmann ein. Mit seinem Ausscheiden Ende 2017 wird die Stadt keinen eigenen Kulturdezernenten mehr haben.

Quelle: RP
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