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Remscheid
Leibniz-Gymnasium weckt den Spaß am Lesen

Remscheid. Lesen zu können ist nicht nur wichtig, es macht auch Spaß. 59 Fünftklässler des Leibniz-Gymnasiums haben ihre Leidenschaft für Bücher entdeckt - dank des Lesekurses. Von Anna Mazzalupi

Für ihre Teilnahme erhielten sie gestern ein Lesezertifikat. Michael Endes "Die unendliche Geschichte" diente als Lesestoff. "Das ist ein tolles Buch mit Wörtern, die so sonst nicht im Alltag vorkommen", sagt Claudia Krahl, Koordinatorin für individuelle Förderung an der Schule. Die Kursteilnehmer lasen in fünf Wochen jeden Tag ein Stück der Geschichte in der Mittagspause. Den Rest der Lektüre beendeten sie Zuhause. Die 30 Bücher wurden durch den Förderverein finanziert.

Damit das Verständnis etwas leichter fiel, wurde das Buch zusammen mit dem Hörbuch gelesen. "Das ist sozusagen der Vorleser, man wird mitgezogen und dadurch schneller", erklärt Krahl, die zusammen mit Hilke Lamers für die Gestaltung der zwei Kurse verantwortlich ist. Durch die zusätzliche Leseeinheit sollen die Schlüsselkompetenz Lesen gestärkt und der Wortschatz erweitert werden.

Denn: Der Lesequotient der Kinder ist unterschiedlich. Der Grund dafür ist einfach: Manche lesen gerne viel, verstehen dadurch besser Sätze und Zusammenhänge. Andere hingegen lesen wenig oder gar nicht in der Freizeit. "Sie lesen so langsam, dass sie am Ende nicht mehr wissen, was am Anfang war und was sie überhaupt gelesen haben", merkt Krahl an.

Die Anforderungen an die jungen Gymnasiasten waren hoch, aber alle haben sich deutlich verbessert, freute sich Schulleiter Thomas Giebisch bei der Übergabe. Lina (10) hat zum Beispiel durch den Kurs den Spaß am Schmökern entdeckt. "Ich konnte vorher nicht so schnell lesen und habe immer lange braucht. Deshalb hat es keinen Spaß gemacht. Jetzt aber schon", sagt sie mit einem Lächeln im Gesicht. Ihr nächstes Buch hat sie bereits angefangen.

Ben (10) hatte sich selbst ein Pensum von 40 Seiten pro Tag gesetzt. "Die Geschichte war auch spannend. Jetzt bin ich schneller beim Lesen", sagt der Karl May-Fan. Mitschülerin Alina (11) hat die Audio-Hilfe gut gefallen. "Man hat immer mitgesprochen und konnte gucken, wo man ist. Wenn die CD etwas schneller wurde, hat man auch versucht, schneller zu werden."

Quelle: RP
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