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Remscheid
Logistikzentrum an der A1

Remscheid: Logistikzentrum an der A1
FOTO: Moll Jürgen
Remscheid. Die Remscheider Schwesterfirmen Dönges und Wetec siedeln nach Wermelskirchen um. Die drei Remscheider Standorte werden aufgelöst. Direkt an der Autobahn wird ein Logistikzentrum mit Firmenzentrale errichtet. Von Udo Teifel

Da dürfte der Wermelskirchener Kämmerer etwa ab 2020 angesichts der schwierigen Haushaltslage endlich mal durchatmen können. Die Wiese zwischen Autobahnauffahrt, Landstraße 157 und Autobahn 1, das sogenannte Autobahnohr, ist verkauft. Das bringt nicht nur Einnahmen, sondern auch Gewerbesteuern. Ansiedeln werden dort die Remscheider Firmen Dönges und Wetec. Sie lösen ihre drei Remscheider Standorte auf und bauen in Wermelskirchen eine neue Firmenzentrale und ein Logistikzentrum mit rund 12.000 Quadratmetern Fläche. Baubeginn, so stellte Architekt Timo Hilverkus jetzt die Pläne im Fachausschuss vor, ist 2019. Die Erdbewegungen beginnen 2018.

Das "Autobahnohr" kristallisierte sich seit 2009 bei der Suche nach neuen Gewerbeflächen als eine der wenigen potenziellen Flächen heraus. Geplant war, drei Gewerbebetriebe dort anzusiedeln. Doch dann kam die Nachfrage der Remscheider Werkzeuggroßhändler Dönges und Wetec. Der Beschluss zum Verkauf fiel im Rat bereits im Sommer 2016. Jetzt stellte das Unternehmen die Pläne vor.

Dönges und Wetec werden ihre Geschäftsräume und ihre Lager komplett nach Wermelskirchen verlagern. Stellplätze werden für rund 150 Mitarbeiter geschaffen, hieß es in der Sitzung, außerdem soll es 50 Besucherstellplätze geben.

Die Werkzeuggroßhändler Dönges und Wetec machten 2016 ihre größten Umsätze mit Ausrüstung für Feuerwehr (15 Millionen Euro), Bundeswehr (13,8 Mio. Euro), Industrie (13,1 Mio. Euro) sowie mit sicherheitstechnischen Projekten (14,7 Mio. Euro).

In einem ersten Bauabschnitt wird die 12.000 Quadratmeter große Logistikhalle gebaut sowie ein 3000 Quadratmeter umfassendes Bürogebäude für alle Mitarbeiter. In einem zweiten Bauabschnitt soll noch einmal eine 2000 Quadratmeter große Logistikhalle errichtet werden. Geplant sind zehn Laderampen; es wird laut Hilverkus keinen Nachtbetrieb geben, da das Unternehmen viel mit Paketdiensten arbeite. Im Bereich des Park&Ride-Parkplatzes ist geplant, noch einen Backshop zu errichten. Konkretes gibt es dazu allerdings bislang noch nicht.

Begrenzt ist die Bebauung durch die Hochspannungsleitung, die von West nach Ost auf dem Höhenrücken über das Grundstück verläuft. Die Gebäude werden auf dem zur Autobahn abfallenden Areal errichtet; auf der Seite zur Autobahnauffahrt Richtung Remscheid werden Ausgleichsflächen angelegt, unter anderem Teiche für das Regenwasser. Der geplante Kreisverkehr zur Erschließung des "Autobahnohrs" im Bereich Abzweig Bollinghausen/Landstraße 157 bleibt; ebenso die geplanten Park&Ride-Parkplätze. 57 sind vorgesehen.

Der Beginn der Bauarbeiten ist im Laufe des kommenden Jahres mit den Erdbewegungen. Hier gibt es einen Höhenunterschied von 15 Metern zu überwinden, sodass viel nivelliert werden muss. Anfang 2018 beginnt dann die öffentliche Beteiligung für der Bürger und Behörden, um den vorhabenbezogenen Bebauungsplan beschließen zu können.

Bei dem Areal handelt es sich um eine landwirtschaftliche Fläche. Die muss aber in eine gewerbliche Fläche umgewandelt werden. Laut Stadtverwaltung hat die Bezirksregierung in Köln telefonisch bereits Zustimmung signalisiert.

Quelle: RP
 
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